strengen,
V.;
in 1 semantisch auch auf wurzelverwandtes strang
beziehbar.1.
›etw. streng anziehen, etw. umgürten‹; ütr.: ›jn. fesseln, jm. Zügel anlegen; jn. in Sünden fesseln, verhaften‹; speziell: ›(ein Feld) einzäunen‹; vgl.
streng
1.Bedeutungsverwandte:
distringieren
verstricken
anbinden
anfesseln
anlegen
anseilen
Belegblock:
Lappenberg, Fleming. Ged.
478, 40, 6
(1636
): der Mörder strenge Zügel, | die an dich Tanais, dein böser Nachbar, strengt.
Gille u. a., M. Beheim
19, 36
(nobd.
, 2. H. 15. Jh.
): ich ging nach in plinder nakter gefretet | verstrikter, mit der sunden streng gestrengt.
Dict. Germ.-Gall.-Lat.
513
(Genf
1636
): Strengen / enge einziehen [...] Constringere.
Dertsch, Urk. Kaufb.
1018
(schwäb.
, 1466
): Er habe auch by seins vatters säligen zyten jauren gehowen in den Rosen bis an das gestrengt veld.
Rot
306
(Augsb.
1571
): Distringiern. Verstricken / strengen / streng zugürten / starck zamhalten.
2.
›etw. (z. B. sein gebot
) verschärfen; (das Leben) geregelt gestalten‹; vgl.
streng
5.Wortbildungen:
strengern
Belegblock:
Helm, H. v. Hesler. Apok.
18867
(nrddt.
, 14. Jh.
): So kumt der unselden barn, | Der also strenget sin gebot | Daz her sich selben nennet Got.
Reissenberger, Väterb.
24003
(md.
, Hs. 14. Jh.
): Er hiez in vurwart mere | Ein teil sine leben strengen | Unde die vaste lengen.
Jörg, Salat. Reformationschr.
310, 24
(halem.
, 1534
/5
): So dann durch die h(elgen) vaͤtter die geystlichen recht guͦter meynung uf gsetzt / die aber nach und nach durch zuͦtuͦn gestrengertt – und vilicht nun zmal misbrucht wurdend.