streichholz,
das
;
–/-hölzer
.
›Holz zum Abstreichen von Überstehendem, Überflüssigem‹; speziell: ›Glättholz zum Abstreichen von Getreidemaßen (im Unterschied zum gehäuften Maß)‹; weitere Spezialisierungen und Nuancierungen aus den Belegen nicht überzeugend bestimmbar;
vgl.
streichen
4.
Bedeutungsverwandte:
streiche
2,
streicher
3,
streichscheit
.

Belegblock:

Ziesemer, Gr. Ämterb.
238, 9
(
preuß.
,
1447
):
16 streigholczer mit eyserynnen ryngen, item 3 slosfeilen, item 1 stok, item 2 slifsteyne.
Ebd.
665, 11
(
1437
):
2 seczhacken, 2 streichhalczer mit isern ryngen, schok odern, 1 spenestok.
Apherdianus
127
(
Köln
1575
):
Hostorium, Radius, ein streichholtz.
Diefenbach, Mlat.-hd.-böhm. Wb.
146
(o. O.
um 1470
):
Hestimentum est illud cum quo mensura adequatur streicholcz Hostorium.
Schade, Sat. u. Pasqu.
3, 150, 4
(
obd.
1524
):
man wirt euch
[Weihbischöfe]
eben empfahen mit euer infeln und weihen wie die stationierer mit irem heilthumb und streichholz: laßts euch gesagt sein. der pauren trischel wartet auf euch.
Voc. Teut.-Lat.
ff iiijr
(
Nürnb.
1482
):
Streichholtz. hostimentum hostoriū idē.
Dasypodius
433a
(
Straßb.
1536
):
Streiche / streichholz, Hostorium.
Major, Haussradt
A iiijr, 7
(
Basel
1569
):
Ein maͤß vnd vil secken | Ein streichholtz vnd kornstanden.
Dict. Germ.-Gall.-Lat.
512
(
Genf
1636
):
Streichholtz / n. oder streicher / damit man von der Mesten oder suͦmmern das Korn vnd andere frucht abstreichen.
Voc. rerum
48r
;
Volkmar
529
.