strauche,
die
;Dwb
s. v. 10, 3, 976
strauche(n)
.›Schnupfen, Katarrh, schwere Erkältung als mit Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Husten, Atembeschwerden, Kopfschmerzen verbundene Krankheit‹; als Metonymie auch: ›Schleim, Auswurf‹.
Fachliche sowie literarische Texte.
Bedeutungsverwandte
(bzw. Orientierungsfeld): enge
(die
) 2, hauptflus
, huste
, schnuder
, trägheit
.Wortbildungen:
3
strauchen
strauchig
schnudrig
Belegblock:
Stedtfeld, Roger-Glosse
115
(omd.
, Hs. 15. Jh.
): eyn strücke das sich sammelt in eynem butel.
Euling, Kl. mhd. Erz.
522, 18
(nobd.
, E. 15. Jh.
): vir seucht darnach kümen gar polt: die kalte sucht und die traͤckeit, | die strauch und auch des hauptes leit.
Voc. Teut.-Lat.
ff iiijr
(Nürnb.
1482
): Strauche snuder. catharrus. oxinreuma idẽ. reuma. [...]. Strawchẽ schnudern. reumatisare. [...]. Strauchiger schnudriger. reumaticus.
Fischer, Folz. Reimp.
41, 183
(Nürnb.
1485
): Und tunt dem magen wol bekumen. | Die strauch und husten sie
[Zimtrinde]
erczneit. Ebd.
42, 131
(um 1491
): Erwermt er
[Branntwein]
all schlaffend gelid. | Die strauch von flegma er erczneit. Ebd.
43, 322
(Nürnb.
um 1491
): Dem kalten hauptflus ist es [pad] gut, | Die strauchen es vertreiben dut.
Franck, Decl.
345, 18
(Nürnb.
1531
): vber das [...] kompt auß der saufferey die strauch / ein stinckender mundt / und schwerer athem / enge der prust / huͦst.
Sachs
20, 67, 21
(Nürnb.
1559
): Jüd
[ein Arzt]
spricht: | Trawen, kanst du mir nit bedeuten, | Ob dein bawer die strauchen hab? | Knecht spricht: | Jo, er fiel nechtn die stiegen ab. Niewöhner, Teichner
566, 96
(Hs. ˹önalem.
, um 1433
˺): ez sint mer den zehen tag | das ich nicht gesmecken kan | vor der struchen die ich han.
Eis u. a., G. v. Lebenstein
54, 12
(oobd.
, 1. V. 15. Jh.
): Wer die straucken hat, der trinck lauch wasser.
Haage, Hesel. Arzneib.
8v, 12
(Hs. ˹noobd.
/md.
, E. 15. Jh.
˺): Also di speyse bleibet in dem magen und daz tranck, so reuchet es in daz hiren zu der nasen und macht den strauchen
[hier: ›Schleim‹].
De[n] musz die lunge mit husten auszberffen. Unter beilen so kumpt ez zbischen fel und fleisch, so musz si mit strauchen [hier: ›Husten‹]
und mit sberen [›eitern‹]
ausz prechen. Niewöhner, a. a. O.
566, 116
.