1
stallen,
V.;
zu
1
stal
.
1.
›(Tiere, meist Pferde) im Stall unterbringen‹; vereinzelt von Personen gesagt, dann ›jn. unterbringen, beherbergen‹; auch: ›[wo] Halt machen, anhalten, das Lager aufschlagen‹;
zu
1
stal
2.
Bedeutungsverwandte:
vgl.
ätzen
1,
aufenthalten
6,
behausen
3,
beherbergen
1,
behofen
1,
bestallen
,
2
betauen
,
betten
2,
halten
18,
hegen
1,
heimen
(V.) 1,
losieren
1,
stellen
1.

Belegblock:

Strehlke, Nic. Jerosch. Chron.
5423
(
preuß.
,
um 1330
/
40
):
und zogin vur di Balge hin | gar ûf sichirin gewin | unde stalletin dâvor.
Helm, H. v. Hesler. Nicod.
5039
(
nrddt.
,
14. Jh.
):
Swer die maselsiechen | [...] | wil zu den anderen wert | siheine wile stallen, | iz beclibet albetallen.
Schade, Sat. u. Pasqu.
3, 277, 3
(
Straßb.
um 1545
):
Halten! wir müßen ein mal auch stallen, die ross haben außgehenkt.
Bachmann, Haimonsk.
27, 31
(
halem.
,
1530
):
untz das sy zwo oder dry mil geryttend; do stallettend sy ire pfert.
Schib, H. Stockar
163, 2
(
halem.
,
1520
/
9
):
der schank mir den win ins bad und stalt uns dy ross und gab inen zu essen.
Bischoff u. a., Steir. u. kärnt. Taid.
486, 41
(
m/soobd.
,
1593-1671
):
sollen dieselbigen schwein, [...], gestalt und eher nit herauß gelassen [...] werden.
Strehlke, a. a. O.
8324
;
Kollnig, Weist. Schriesh.
62, 21
;
Dict. Germ.-Gall.-Lat.
501
.
Vgl. ferner s. v.
aushenken
3.
2.
›mit jm. übereinkommen, harmonieren‹; vgl.
1
stal
2 (Phraseme);
stallung
2.

Belegblock:

Peil, Rollenhagen. Froschm.
159, 3578
(
Magdeb.
1608
):
Wer Reich wil sein / fuͤr andern allen / | Kan sich allzeit mit Gott nicht stallen.