rutsche,
die
;
-Ø/-n
.
1.
›stark abschüssiger (Fels)abhang‹; speziell: ›Felswand, Klippe‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl.
glind
,
glufe
 3,
steinbruch
 1,
steinrusche
,
steinwand
 1.
Syntagmen:
j. eine r. sehen
;
j. auf einer r. sitzen, etw. in einer r. verbergen, ein gefälle
(Subj.)
sich von der r. messen
;
die r. in die hölle, von stein
;
die seite, das gefälle der r
.

Belegblock:

Valli, Baldemann
63
(
rhfrk.
/
nobd.
,
um 1350
):
Ich sach hinden unde vorn | Nicht dann bramen unde rutschen. | Uff climmen unde hutschen | Must ich biz uff daz hoeste.
Helm, Maccabäer
7402
(
omd.
/
nrddt.
, Hs.
A. 15. Jh.
):
diz allez verbarc der reine | in einer rutschen von steine | zwischen zweier berge halle.
Strehlke, Nic. Jerosch. Chron.
22454
;
22467
.
2.
›Kanal, künstlicher Wasserlauf innerhalb einer Siedlung‹.
Bedeutungsverwandte:
achzucht
,
giesbette
,
grabe
(
der
) 4.

Belegblock:

Grossmann, Unrest. Öst. Chron.
48, 9
(
oobd.
,
3. Dr. 15. Jh.
):
Da ist er uber die Rutschen das wasser ganngen zw des Samuel haws.