reiden,
V.;
zu
mhd.
rîden
›winden, drehen‹
(Lexer
).2, 422
›etw. / sich drehen, wenden; sich abwenden von etw., sich gegen etw. wenden‹ (im eigentlichen und übertragenen Sinne).
Älteres Frnhd.
Bedeutungsverwandte:
vgl. abferren
2
abkeren
ablassen
abwenden
auswerfen
drehen
entziehen
1
keren
Belegblock:
Mayer, Folz. Meisterl.
8, 74
(nobd.
, v. 1496
): Und in sein pitters leiden | Soltu dein hoffnung reiden.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat.
188, 5
(oobd.
, 1349
/50
): [ain falk] hât die art, daz er daz haupt umb und umb reidet mit ainem reiden, alsô daz sein prust doch unverriden beleibt.
Primisser, Suchenwirt
1, 124
(oobd.
, 2. H. 14. Jh.
): Sein hertze sich nicht reidet | Von manhait mit dem willen sein.
Ebd.
15, 98
: Der edel helt vermezzen | Chund wol durch ere leiden, | Untz sich begunde reiden | Der chrieg auf gantzes frides sŭn.
Brévart, K. v. Megenberg. Sphaera
21, 19
(noobd.
, 1347
/50
): Deu himelspitz [...] ist zwischen den zwain sibenstern, di [...] reiden sich in kraizzen weiz und kument nimmer ab der selben stat.
Niewöhner, Teichner
56, 34
(moobd.
, 1360
/70
): so solt man sich von hochvart reiden.
Ebd.
464, 525
(1370
/80
): also moͤcht er sich wol reiden | von in paiden sunder leiden.
Ebd.
233, 28
; 300, 58
; 327, 81
; 586, 37
; Dalby, Lex. Mhg Hunt.
1965, 174
; Crecelius
2, 687
.