ratskamer,
die
;ratkamer
.›Raum, in dem ein städtischer Rat Sitzungen, Beratungen u. dgl. abhält‹; metonymisch anschließbar auch: ›Stadtrat (als Gremium), Kollektiv der Ratsmitglieder‹; vgl.
rat
(der
) 5; 6, zu kamer
1.Rib.
Belegblock:
Loesch, Kölner Zunfturk.
2, 32, 38
(rib.
, 1495
/8
): Vort so sall der schriver zo gesinnen unser heren v. r. in die ratscamer gain und solichn bescheit offentlich unseren heren v. r. ussagen.
Ebd.
391, 18
(1441
): Ind diese vurs boisse sall half vallen unsen herren v. r. in die buͦesse up die raetzkamer ind half dem schroderampte.
Buch Weinsb.
3, 50, 27
(rib.
, 1579
): A. 1579 [...] uff christabent, als der neu rait, s. Thomas tag erwelt, wie gewontlich von iren gaffelgnosen vor die raitkamer presenteirt waren [...] keiserliche majestat hat etliche mal an einen rait geschriben, sei sulten ire raitkammmer rein halten
(d. h. keine protestantischen Mitglieder aufnehmen). Lau, Qu. Neuß
27, 2
(rib.
, 1590
): Wir ordnen auch hiermit, dass hinfuran die ratscammer in unser stadt Neuss mit 28 erbaren bittermanneren und personen soll bekleidet werden.
Ebd.
18, 11
; Rwb
11, 70
.