pfeit,
die
,das
;-en/–
;zu
mhd.
pheit
›Hemd, hemdähnliches Kleidungsstück‹
(Lexer
).2, 334
›Hemd‹.
Oobd.
Bedeutungsverwandte:
hemd
leilachen
camisol
Syntagmen:
ein pf. anlegen / anmachen; ein härenes / kurzes / langes / leinenes pf
.Belegblock:
Gille u. a., M. Beheim
99, 632
(nobd.
, 2. H. 15. Jh.
): dar umb, das sy het iren man | peklaidet also swache, | das sy im nicht an machen was | ain lang hembt oder pfaiten.
Ebd.
99, 637
: das ist ain schmehe | Mit deins kurczen pfaiten. | mach im ain langer pfaiten an.
Ebd.
181, 228
: sy schikt sy plos und nakat hin, | in einem phaitlein ist leinyn | aus irem hoff mit reue.
Fastnachtsp.
583, 33
(nobd.
, 15. Jh.
): Darümb lest er euch piten | mit gar hübschen siten, | Das ir iezund mit mir reit | In eur plutgelben pfeit.
Wiessner, Wittenw. Ring
958
(ohalem.
, 1400
/8
): Enkainr ist schlahens werd | Denn der hüerrensun, der Twerg, | Der den ars wüscht an daz phait.
Mollay, H. Kottanerin
10, 13
(moobd.
, 1439
/40
): do schikchat Im sein Junge tochter, die fuͤrstinn ain phaitel.
Ebd.
23, 21
: die armen pawren die fluhen aus dem doͤrfflein parfuess vnd in phaitleinn.
Spiller, Füetrer. Bay. Chron.
127, 25
(moobd.
, 1478
/81
): do schuef die künigin ain gross fewr zu machen und legt an ain pfeten.
Niewöhner, Teichner
63, 35
(Hs. ˹moobd.
, 1360
/70
˺): wo der lauft in ayner phait, | dar inn ist er also gemait | und ist also frauͤdenreich | sam waͤr er eim grozzen herren geleich.
Winter, Nöst. Weist.
1, 980, 24
(moobd.
, 16. Jh.
): waß derselbig man oder weib umb und an hat unz in ain phait, das soll des richters zu Khirchling sein.
Turmair
4, 244, 1
(moobd.
, 1522
/33
): künig Achab […] zerriß sein claid an seinem hals, legt ein hären pfaid an sein leib.
Bischoff u. a., Steir. u. kärnt. Taid.
380, 12
(m/soobd.
, 1629
): der sol ime zur straff nacher 2 dorfier geben […] auch ain par niderschuech und ain pfaiten.
Zingerle, Inventare
36a, 17
(tir.
, 15. Jh.
): in ainer fuestruchen etlich leilach vnd pfaiten.
Baumann-Zwirner, Augsb. Volksb.
1991, 493
; Bremer, Voc. opt.
1, 361
; Weber, Oswald.
1847, 400
; Wiessner, Wortsch. Wittenw. Ring.
1970, 146
; Schmeller/F.
1, 443
; Öst. Wb.
3, 39
f.