pastete
(vorwiegend obd.),
pastede,
pasteide,
pastei
(letztere beiden Schreibungen gehäuft wmd.), die
;–/-n
;zu
mhd.
pastête, pastêde
›Pastete‹
, dies (möglicherweise über frz. und nl. Vermittlung) aus mlat.
pastatum, -a
, einer Ableitung von mlat.
pasta
›Teig‹
(Lexer
; 2, 211
Kluge/S.
; 1989, 531
Rosenqvist, Frz. Einfluß.
).1943, 413/4
›Pastete, in einer Teighülle gebackene Fleisch- oder Fischspeise‹.
Bedeutungsverwandte:
gebraten(e)s
1
krapfe
kuchen
küchling
pfankuchen
Syntagmen:
eine p. machen / bachen / bringen / tranchieren / essen
; p. mit fleisch / hünern / vögeln / wildbrät, p. von fleisch
; grosse / seltsame p
.Wortbildungen
pastetenbrenner
pfister
pastetenbek
pastetenmacher
pastetenhafen
pastetenofen
pastetenpfanne
pastetenteig
pastetenwerk
Belegblock:
Volkmar
680
(Danzig
1596
): Tuceta, ein Pasteien / pasteten.
Herborn u. a., Rechn. Jülich
96, 29
(rib.
/snfrk.
, 1398
/9
): dem leymdeck(er), de […] den basteyde(n) aven […] ind den backave(n) inden backhuysse machde […] 4 Mark.
Meijboom, Pilgerf. träum. Mönch
10355
(rib.
, 1444
): Dat ich as wale gewoenheit hain | Mynen sack mit grovẽ brode zo laden | As zo essen pasteiden off vladen.
Buch Weinsb.
2, 85, 12
(rib.
, um 1560
): das zweit mitz ein pasteide mit jongen honer, 2 mit hennen, 2 mit wingartzfogel.
Ebd.
4, 83, 33
(1589
): setzt man mit(ten) ein grois sternen geback oder groisse pastei mit wilbrat.
Struck, Joh. Pfannstiel
155, 46
(mosfrk.
, 1542
): Eynem botten von Bilsteyn bracht pasteyen und hassen, 8 alb.
Hajek, Gůte spise
89
(rhfrk.
/nobd.
, um 1350
): daz heizt ein bastede von gůten huͤnren wol gemaht.
Maaler
315v
(Zürich
1561
): Pastetenwerck (das) Opus pistorium.
Baumann, Bauernkr. Oberschw.
220, 2
(schwäb.
, v. 1542
): auf die nacht ayn schlaftrunck, der weret umb etlich buß nach mitternacht mit grosser pomp, fusch, basteten und seltzeme beyessen.
Barack, Zim. Chron.
3, 482, 21
(schwäb.
, M. 16. Jh.
): guet rehere wiltpret, pastetten, rebhüner, die bösten visch und kreps in der kuchen.
Stopp, Kochbuch S. Welserin
61, 1
(Augsb.
, 1553
): Ain pastetentaig zú machen zú allen aúffgesetzten pasteten.
Ebd.
64, 8
: mach die pasteý wie den fisch vnnd lasß bachen.
Rot
336
(Augsb.
1571
): Pasteten, Gepratens / es sey fleisch / Wildpret / voͤgel / kleine visch / rc. in einem verdeckten holen leyb.
A. à S. Clara. Glori
27, 14
(Wien
1680
): Soldaten / die lieber traͤnschiren die Pastetten als die Pasteyen / seynd nichts nutz.
Struck, Joh. Pfannstiel
162, 16
; 174, 11
; Buch Weinsb.
2, 222, 8
; Fastnachtsp.
895, 32
; Stopp, a. a. O.
60, 1
; 66, 1
; 120, 1
; Baumann, a. a. O.
219, 31
; Diehl, Dreytw. Essl. Chron.
221, 25
; Schmitt, Ordo rerum
178, 26
; Dasypodius
244v
; 390r
; 485r
; Alberus
R jv
; Maaler
315v
; Hulsius
N ijv
; Henisch
198
; Diefenbach
52a
; 415
c; Schulz/Basler
2, 410
; Schwäb. Wb.
1, 672
; 6, 1595
; Schweiz. Id.
4, 1783
.