pallacium,
palatium,
das
;
auch
-Ø/
–, meist lat. Flexion;
vgl.
palast
.
›fürstliches Gebäude mit Festungs-, Wohn-, Verwaltungs-, Repräsentationsfunktion; Königssitz, Burg, Feste, Schloß‹.
Bedeutungsverwandte:
burg
,
feste
,
palast
 1,
siz
; vgl.
pallaz
.

Belegblock:

Thiele, Chron. Stolle
389, 30
(
thür.
,
3. Dr. 15. Jh.
):
do was er in innen worden, das er des pallacium des ratishuss unmechtig worden were.
Koppitz, Trojanerkr.
20450
(Hs. ˹
noschweiz.
,
15. Jh.
˺):
Fürtt er do baide von dan | Zü ainem tempell gewiss, | Der hiess palatium Veniss.
Chron. Augsb.
7, 110, 1
(
schwäb.
, zu
1549
):
Als nun der printz in sein palatium komen.
Ebd.
481, 26
(zu
1559
):
und ist volgends Jr mt. vom Rathaus widerumb ins Pallatium geritten.
Ebd.
9, 132, 24
(
1544
/
5
):
da ist er gantz erlich von allem römischen volck mit gutem willen entpfangen worden und in ainen herlichen pallacio [...] eingetzogen.
Rot
334
(
Augsb.
1571
):
Pallacium, Ein hof oder Fuͤrstlich hauß / Ein Palast / Koͤnigklicher sitz / Burgk oder Vesten.
Thiele, a. a. O.
337, 9
;
391, 24
;
Sachs
13, 65, 11
;
Chron. Augsb.
8, 241, 7
;
325, 24
;
Möller, Fremdwörter.
1915, 119
.