milzsucht,
die
.
›Krankheit der Milz‹; wohl auch eine damit verbunden gedachte psychische Krankheit;
zu
milz
,
sucht
(
die
) 1.
Bedeutungsverwandte:
vgl.
melancholei
.
Wortbildungen:
milzsüchtig
.

Belegblock:

Belkin u. a., Rösslin. Kreutterb.
104, 8
(
Frankf.
1535
):
Bolus armenus ist guͦt die [...] den miltzsuchtigen / lebersuchtigen / vnd die einen boͤsen magen haben.
Fischer, Folz. Reimp.
42, 13
(
Nürnb.
um 1493
):
Den milczsuchtigen er
[
lavendel
]
wol dint | Und was paralitici sint.
Maaler
290r
(
Zürich
1561
):
Miltzensüchtig / Dem das miltze weethuͦt.
Schmitt, Ordo rerum 364, 13.
6
(
wschwäb.
,
1. H. 15. Jh.
):
Splenetica milcz sucht.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat.
475, 4
(
oobd.
,
1349
/
50
):
der wein, dâ goldes plechel inn erlescht sint, ist den milzsühtigen guot.
Dict. Germ.-Gall.-Lat.
323, 29
;
Schweiz. Id.
7, 281
.