3
matte,
die
;
–/-n
;
zu
mhd.
matte
›geronnene Milch‹
(
Lexer
1, 2063
; zur möglichen weiteren Herkunft und Verwandtschaft mit
2
matte
vgl.
Kluge/S.
2002, 605
).
›Käsematte, geronnene Milch‹.

Belegblock:

Ermisch u. a., Haush. Vorw.
30, 24
(
osächs.
,
1570
/
7
):
da man die milch löwen
[s.
2
laben
]
will, mus man diselbige morgenmilch warm darunter nemen und die matten nicht lassen zu hart werden. Je weicher die matten seind, je besser die kehse werden.
Ebd.
73, 30
:
Nim schimlicht brod, wirf etzliche brocken in die geläbete milch oder matten, laß es also eine weile stehen
[Rezept zur Käsebereitung].
Weitz, Albich v. Prag
168, 5
(Hs. ˹
nobd.
,
2. H. 16. Jh.
˺):
myt dem molken, daz do gesygen sey durch eyn tuch durch der matten willen.
Schmitt, Ordo rerum
192, 16
.