marbe,
auch
2
mere, Adj.;
zu
mhd.
mar
›mürbe, zart‹
(Lexer
).1, 2041
dient der Kennzeichnung von Bezugsgegenständen unterschiedlicher Art als ›zart, weich; angenehm zu empfinden‹.
Bedeutungsverwandte:
beisbäre
mürbe
Wortbildungen:
marb|ach
-ach
s. Lexer
: Kollektivsuffix), 1, 17
marholz
Belegblock:
Luther, WA
41, 494, 14
(1535
): Illis lex est stockmeister, quanquam ergreifft die rohen und mehre, wuͤsten, wilden, und zebrochen und zeschlagen hertzen.
Bechstein, M. v. Beheim. Evang. Mk.
13, 28
(osächs.
, 1343
): von dem figboume lernit ein glîchnisse: Wan sîne zelge
[›Zweige‹]
îczunt morwe [
zartEck
1537: ;
safftigLuther
1545: ]
werden und sîne bletere geborn werden, sô bekennit ir daz der suͦmer ist nâhe. Voc. Teut.-Lat.
g vv
(Nürnb.
1482
): Peißper. morsilis. od’ mursch od’ mar od’ murb.
Primisser, Suchenwirt
43, 56
(oobd.
, 2. H. 14. Jh.
): Tzu Babilon und nicht tzu Rab: | Dez todes hert die wart im mar.
Klein, Oswald
2, 32
(oobd.
, 1421
): Wer nert das würmlin in der erd, | das räblin junck und marb, | wenn vatter und mütter von im kert.
Langmantel, Schiltb. Reiseb.
62, 13
(oobd.
, n. 1427
): wann es [fleisch] wirt trucken von der werm deß roß und würdt auch mar.
Eis, Gottfr. Pelzb.
142, 24
(öoobd.
, 15. Jh.
): Das dy stainnuczz zu guten, merben nuezzen werden.
Mell u. a., Steir. Taid.
200, 26
(m/soobd.
, 1572
): und darüber nichts ausgezaigt und also der jungen stämb und marpach in allweg verschont.
Siegel u. a., Salzb. Taid.
308, 30
(smoobd.
, Hs. 17. Jh.
): wölche die wäld und marholz, es sei in der eben, perg oder thall mit prennen, schwenten oder hacken, den gaissen oder in anderweg handlen, von ainem stam zu pen 1 ℔ Agler markte verfalen.
Klein, Oswald
37, 44
.