manschlag
II
der
;
–/-schläge
, auch
.
›Tötung eines Menschen; Mord; Gemetzel (innerhalb einer Hungersnot)‹;
vgl.
1
man
(
der
) 1; 2; 3; 4.
Bedeutungsverwandte
(bzw. Orientierungsfeld):
ableibung
 2,
diebheit
 1,
influs
,
manschlacht
(
die
) 1; 2,
manschlachtung
,
notdurft
 1,
ungetat
,
unkeusche
,
zaubernis
.

Belegblock:

Helm, H. v. Hesler. Apok.
5798
(
nrddt.
,
14. Jh.
):
Sint Got ein obez so ture wac, | Daz minner ist vil dan manslac | Oder ein ander houbet mein, | Wie sal dan unser ichein | An der sele genesen dort.
Kurrelmeyer, Dt. Bibel
2, 494, 5
(
Straßb.
1466
):
die do [...] machten nit buͦß von iren manschlegen
[
Froschauer
1530:
moͤrderey
;
Luther
1545, Offb. 9, 21:
Mörde
]
noch von iren zaubernissen noch von iren gemein vnkeuschen: noch von iren diebheiten.
Klein, Oswald
27, 87
(
oobd.
,
1420
/
21
):
den [zorn] wir [...] rächlich sehen | [...] [...] zu Behem auf der mitte, | mit inflüss, mansleg, sterben gan | und durch gelouben ketzerlicher sitte.
Seemüller, Chron. 95 Herrsch.
174, 31
(
oobd.
, Hs.
1. H. 15. Jh.
):
Die geistleichen leẅt understunden den manslag und taidingten zwischen dem povel und den burgeren.
Winter, Nöst. Weist.
1, 448, 23
(
moobd.
,
17. Jh.
):
Item, manschlag 32 ℔ ₰.
Ebd.
2, 744, 6
(
1641
):
derselbe ambtman soll alle sachen, [...] richten, doch dreierlei sachen außgenohmen: mannschlag notturft und diebhait.