1
mäne,die
,der
;zum Pl.
mene
von mhd.
man
›Mähne‹
(Lexer
).1, 2023
›Mähne (vor allem von Pferden)‹; allgemein: ›dichtes Haarbüschel‹.
Phraseme:
jm. (der frauen) die mäne reiben
(obszön).Bedeutungsverwandte:
har
das
) 3, lok
zopf
halshar
1
kam
kamhar
kanz
pferdshar
Syntagmen:
die m. aufwehen, lang / weis sein, dem ros die m. beschoren sein, wol stehen
; die hand auf die m. legen
; die m. am pferd
; die beschrotene / gelbe / geschleierte / schöne m
.; das pferd mit der m
.Wortbildungen:
6
man
der
).Belegblock:
Peil, Rollenhagen. Froschm.
533, 834
(Magdeb.
1608
): Vnd
[das
Pferd]
lieff wider den Wind zur lust / | Der Maen vnd Schwantz aufwehen must. Wunderlich, Fierrabr.
105, 13
(Simmern
1533
): [das selbig pferdt] het auch starcke schenckel / [...] / der manen weiß / mit weiten naßloͤchern.
Mone, Adt. Schausp.
2, 469
(Hs. ˹omd.
, 1391
˺): ich helf ir ouch den flachz geten | und dar czu
e
dye
maͤn ryben, | alz man tuͤt den jungen wiben. Sachs
16, 242, 20
(Nürnb.
1562
): Da kam zu der obersten hauffen | Ein schönes junges fühl gelauffen | Mit einer schönen gelben mehn.
Moscherosch. Ges. Phil. v. Sittew.
19, 12
(Straßb.
1650
): Andere haben so viel Zöpff vnd Haarlocken vmb vnd an sich hangen wie die junge Pferde mit ihren mähnen.
Maaler
281r
(Zürich
1561
): Die Maͤne an eim pfaͤrd / das sind die langen haar am halß. Iuba, Iubæ. Beschrottne Maͤne / die nit überig lang ist. Libertas iubarum castigata.
Barack, Zim. Chron.
1, 567, 31
(schwäb.
, M. 16. Jh.
): es reiten iren etliche über die brucken [...] uf klainen rösslin, denen ist die menin beschoren.
Gereke, Seifrits Alex.
4914
(oobd.
, Hs. 1466
): haup und orn, als es scholl, | man und zagl stendt in [ros] woll.
Deinhardt, Ross Artzney
278
(oobd.
, 1598
): Wann ain gaul räch wirdt So leg die henndt creiz weiß auf die mon vnnd sprich: [...].
Chron. baier. Städte. Regensb.
169, 4
(noobd.
, 1541
): darauff ritt dy kayserlich majestät auff einen klainen hübsschen geulen, schlairlet män.
Wedler, W. Burley. Liber
149
; Mylius
C 8v
.