lobwirdig,
lobeswirdig,
Adj.
›lobens-, rühmens-, anerkennenswert (von Menschen, gottähnlich gedachten Personen, menschlichen Taten, dem Handeln von Gruppen und Instanzen, von Sachen gesagt)‹;
vgl.
1
lob
 1; 3.
Bedeutungsverwandte:
erlich
 8,
löblich
 6,
preishaft
,
rümlich
,
rumsam
.

Belegblock:

Schöpper
60a
(
Dortm.
1550
):
Laudabilis. Loͤblich ehrlich preißhafft rhuͤmlich rhuͤmsam lobwirdig.
Kehrein, Kath. Gesangb.
2, 373, 27
(
Köln
1619
):
Du ehrwuͤrdige Jungfraw, | Du lobwuͤrdige Jungfraw, | Du gewaltige Jungfraw, | [...] | Bitte fuͤr uns.
Burkhardt, UB Arnstadt
53, 23
(
thür.
,
1322
):
die erbern rittere mit andirn luten mer, di lobeswerdik sin.
Roloff, Naogeorg/Tyrolff. Pamm.
15, 90
(
Zwickau
um 1540
):
Wiewol ich [...] wol mehr [...] lobwirdiger thaten von E. G. und Ernvehsten mit warheit zu melden [...] wuͤste.
Sachs
7, 270, 10
(
Nürnb.
1553
):
Darbey menschlich gschlecht, [...] | Erkent dein weißheit und gewalt. | Dardurch wird lobwirdig dein
[Jupiter]
thron.
Graf-Fuchs, Ämter Interl./Unterseen
263, 8
(
halem.
,
1491
):
das ettlich der unsern [...] vogthoͤrige guͤter mit úberzinsen [...] beladen, aͧn desselben lobwirdigen gottzhus und ir anwaͤllt wússen.
Maaler
274v
(
Zürich
1561
):
Lobwirdig vnd wol zeruͤmen. Commendabilis. Lobwirdig vmb etwas / Wol zeloben. [...]. Lobewirdige thaaten vnd wagspil.
Brandstetter, Wigoleis
196, 7
(
Augsb.
1493
):
Als aber der jünglign die lobwirdig schare gegen jm sahe kommen. Stuonde er auff.
Chron. Augsb.
9, 91, 13
(
schwäb.
,
1544
/
5
):
und namen zwen reich burger, [...], mit inen und kamen zu der lobwirdigen, betriebten Lucretien.
Turmair
1, 330, 39
(
Nürnb.
1541
):
die nicht gelobt wöllen sein, die tun auch selten oder gar nicht etwas lobwirdigs.
Kehrein, a. a. O.
2, 385, 1
;
Sachs
2, 380, 33
;
19, 365, 20
;
Crecelius
2, 562
.