liebkallen,
V.
›schönreden, schmeicheln, schleimen‹; zu
lieb
(Adj.) 1,
1
kallen
1.
Bedeutungsverwandte:
vgl.
adulieren
,
aufheben
33,
bestreicheln
,
blandieren
,
glattieren
,
hälen
,
heucheln
2,
klemenzen
2,
klünzeln
,
2
liebern
,
liebkosen
2,
liebreden
.
Wortbildungen:
liebkaller
(dazu bdv.:
hoflecker
,
schlauch
3,
zutütler
).

Belegblock:

Sachs
20, 12, 21
(
Nürnb.
1564
):
Also kan ich in auch in allen | Auß falschem hertzen süß liebkallen.
Österley, Steinhöwels Äsop
78, 26
(
Ulm
1474
/
82
):
Er lert die nidern demütikait, sich allweg vor schmaichern und liebkallern hüten.
Fischer, Eunuchus d. Terenz
45, 6
(
Ulm
1486
):
diser scen wirt Gnato in getzoͤgen der ain zuͦtutler was oder liebkaller.
Ebd.
45, 17
:
Diser lieb kallender sitten die nun [...] in allem stät gaistlich und weltlich den fürgang hond.
Ebd.
86, 2
.