lese,
die
;
-Ø/–
.
1.
›Weinernte‹; als Metonymie: ›Zeit der Weinlese (auch als Abgabetermin)‹;
zu
lesen
 2.
Rechts- und Wirtschaftstexte.
Bedeutungsverwandte:
ernte
,
herbst
 1; 3,
weinernte
; vgl.
ärische
,
2
laube
(
der/die/das
) 3.

Belegblock:

Buch Weinsb.
1, 278, 30
(
rib.
,
um 1560
):
dieweil es mit den kalten winen noch zu frohe und in der lasen allenthalben war, wolt ich nicht vergeblich hinab nach Coln.
Rudolph, Qu. Trier
186, 9
(
mosfrk.
,
1593
):
welche [bürgermeister und rat] auf einen bestimmten tag die laß um die stadt herum zu besichtigen, nach befindung der sachen wiederum zurück referiren, ist es, daß der traub genug zeitig [...], sollen [...] die vorlaß angezeigt, die zeit der laß angeschlagen und publicirt werden.
Ebd.
320, 16
(
1351
):
daz wir die lase setzen und daz wir zwen dage das vorlesen han, ee man gemeinlichen lese.
Mell u. a., Steir. Taid.
244, 24
(
m/soobd.
,
1638
):
des gotshaus sachen und diener seind des schifflons befreit, mueß auch alle läre startin wie auch die möst in lösen hin und her fieren.
Mell, Steir. Weinbergr.
119, 24
(
smoobd.
,
1543
):
Zwai emmer most in gemainen lesen und 4 ₰ zu vogtrecht.
Bastian u. a., Regensb. UB
444, 3
;
Winter, Nöst. Weist.
1, 175, 2
;
Alberus
Nn iiijv
;
Öst. Wb.
1, 405
;
4, 89
.
2.
s.
lesen
 4.