lerlich,
Adj.
1.
›lernwillig, gelehrig; zum Lernen befähigt, gelehrsam‹; zu
2
leren
3; 5.Bedeutungsverwandte:
lerhaftig
lersam
lerig
lernig
Belegblock:
Kurrelmeyer, Dt. Bibel
2, 228, 7
(Straßb.
1466
): dem knecht des herren gezimpt nit zekriegen: wann zesein senft zuͦ allen lerlich
[Var. 1475
lersam2
: ;
lerhafftigLuther
1545: ]
gefridsam. Ebd.
3, 7, 1
: Wann lerlichs gemút vnd synn on einen lerer ist lobes wert.
Bolte, Pauli. Schimpf u. Ernst
1, 9
(Straßb.
1522
): Ein knecht und ein Diener Gottes sol nit zancken und kriegen, er sol senfftmuͤtig sein gen allen Menschen, lerlich und gedultig.
‒
Vgl. ferner s. v. lersam
.2.
›lehrreich, belehrend‹; zu
2
leren
6.Belegblock:
Strauch, Schürebrand
16, 10
(els.
, E. 14. Jh.
): dar nach lesent etteliche lerliche materien, die úch manent [...] zuͦ neherme inkere.
Schmidt, Hist. Wb. Elsaß
219
.3.
›aufgrund von Lehr-, Amtsautorität‹.Belegblock:
V. Anshelm. Berner Chron.
4, 284, 20
(halem.
, n. 1529
): welche [zwei hohe schuͦlen geschriftgelerten] in S. Peters tuͦm haben den Luther ungewarnt und unverhoͤrt zuͦm widerruͦf, und sine geschriften zuͦm fuͤr lêrlich verurtelt und verdampt.