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leie,
die
;
zu
mhd.
lei(e)
, dies aus
gall.
*
lēi
›Stein‹
(
Kluge/S.
2002, 566
).
›Fels, Stein‹; speziell: ›Schiefergestein; Schieferstein, der zum Decken von Dächern gebraucht wird‹; metonymisch: ›Steinbruch‹.
Snfrk. / rib. / mosfrk. / rhfrk.; Rechts- und Wirtschaftstexte.
Wortbildungen:
leidach
›Schieferdach‹,
leienkeller
›Felsenkeller‹,
leienlehenherre
›Besitzer und Verleiher eines Steinbruches‹,
leienpulfer
›Steinpulver‹,
leinagel
›Dachnagel‹,
leistein
›Schieferplatte‹.

Belegblock:

Buch Weinsb.
2, 37, 15
(
rib.
,
um 1560
):
Uber ein weil leis min broder auch einen namen leistein uff das graff lagen.
Ebd.
3, 88, 13
(
rib.
,
1581
):
das er
[Sturmwind]
die maur [...], schorstein und leidacher umbgeworfen.
Ebd.
199, 4
(
1583
):
der refenter und dormter [waren] verbrant, auch das leitach.
Lau, Qu. Neuß
320, 2
(
rib.
,
1669
):
Ein Reiss Leyen gibt mit Einschliesung des Messlohns 4 alb.
Ebd.
326, 23
(
1680
):
Ich [...] schwere [...] jederm Burgeren und Auswendigen, die mich um Leyen zu messen erforderen, gefolg zu sein.
Wilkes, Sta. Xanten
228, 4
(
1411
):
[den Chor der Kirche zu N. zu]
sperren, plencken end decken mit leyen end mit loet te versten.
Scholz-Babisch, Klev. Rheinzollw.
103, 49
(
rib.
/
westf.
,
1399
):
Herman Winter van stene end leyen 3 ½ guld. r.
Ebd.
308, 4
(
1549
):
Quernen, ley ader dackstein, isern, boerd [...] und all andere wahr luth der alden rollen to halden.
Ebd.
403, 23
:
van ein duisent ley- ader decknegell 2 hell.
Ebd.
481, 25
(
1604
):
Orsoy habet 1 aeck van leyenpulver.
Ebd.
523, 28
(
nach 1616
):
Ein zohlbar hundert riest leyen auf jeder strohm gibt 4 schilt.
Lamprecht, Dt. Wirtschaftsl.
3, 258, 15
(
mosfrk.
,
1408
):
unser stucke ackerlandes gelegen in Meiener gefilde hinder den leien [...]. und sullent daz zu einer leien machen und sullent uns [...] davon geben den zwelfeten penning, als leien lênherren gewanheid und recht ist, alslange daz vurg. stucke zu leien gut ist.
Chron. Mainz
1, 377, 28
(
rhfrk.
,
1429
):
do gingen die ungelder uf Lonecke nach essen und auch dar nach umme inne alle leigen-keller und besagen, waß win die lude da hatten.
Scholz-Babisch, a. a. O.
260, 22
;
389, 33
;
Redlich, Qu. Ratingen
254, 11
;
Schmidt, St. Kastorst.
2, 103, 40
;
Loersch, Weist. Boppard
149, 29
;
Pfälz. Wb.
4, 911
;
Vilmar
244
.