leichte,
die
.
1.
›geringes Gewicht und geringer Wert; Gewicht‹; ütr.: ›Leichtigkeit, Sanftheit‹;
vgl.
leicht
(Adj.) 1; 2.
Bedeutungsverwandte
(zur Ütr.):
gütigkeit
 1,
miltigkeit
 1,
zugsamigkeit
.

Belegblock:

Lappenberg, Fleming. Ged.
203, 239
(
1638
):
Es ist zwar schlecht genung [...] | für hartes Gold Papier und solche Sachen zollen, | die schwer an Leichte sein.
Voc. inc. teut. o
viv
(
Speyer
um 1483
/
4
):
Leicht das in der Federn ist.
Bolte, Pauli. Schimpf u. Ernst
1, 201, 17
(
Straßb.
1522
):
Brot bei der Leichte und Keß bei der Schwere.
Rot
311
(
Augsb.
1571
):
Facilitet, Leichte / guͤttigkeyt / miltigkeyt / zugsamigkeit.
Maaler
270r
.
2.
›Verständlichkeit, Einfachheit, Simplizität; Knappheit‹;
vgl.
leicht
(Adj.) 3.

Belegblock:

M. Cunitia. Ur. Prop.
154, 34
(
Öls
1650
):
so ist auch allhier / zu messung dieses in die enge / leichte / und gewißheit gesetzten Werckes genungsamb / eine schlechte erkaͤndtnuͤß gemeiner RechenKunst.
Turmair
1, 49, 20
(
Ingolst.
,
1519
):
darzu ir erste wonung in Beirnheim [...], von kurz und leichte wegen der sprach des gemeinen manns Beheim genant, gehabt.
Ebd.
4, 18, 24
(
moobd.
,
1522
/
33
):
der gemein man von leichte wegen der zungen spricht Altmül.
Dasypodius
67r
;
Maaler
267r
.
3.
›Leichtfertigkeit, Leichtsinn‹;
vgl.
leicht
(Adj.) 4.
Bedeutungsverwandte:
vgl.
leichtfertigkeit
 2,
leichtigkeit
 3,
leichtsinnigkeit
(s. v.
leichtsinnig
 2).

Belegblock:

Niewöhner, Teichner
153, 42
(
moobd.
,
1360
/
70
):
warumb get er hintz der peicht | der sich waiz in solher leicht | daz er nicht gevolgen mag?