2
leichen,
V.;
zu
2
leich
.
›Eier ablegen, sich fortpflanzen (bei Fischen)‹.
Wortbildungen:
leichfisch
›laichbereiter Fisch‹,
leichkarpfe
›weiblicher, laichbereiter Karpfen‹,
leichweiher
,
leichzeit
.

Belegblock:

Lohmeyer, K. v. Nostitz
8, 6
(
preuß.
,
1578
):
In oberteich [...] man mag leichkarpen ½ schog einsetzen.
Ermisch u. a., Haush. Vorw.
5, 2
(
osächs.
,
1570
/
7
):
Er soll auch daran sein, das die streichteich zue rechter zeit mit leichkarpfen besetzet, die bruth ausgefischt, zu strecken widerumb vorsetzt.
Ebd.
197, 27
f.:
so mus si die kraft zum leichen an die render, da es seichte ist, machen, dann sie im strame nicht leichen kann.
Ebd.
201, 10
:
Streich- oder leichkarpfen zu vorsetzen.
Mon. Boica, NF.
1, 262, 15
(
nobd.
,
1. H. 15. Jh.
):
1 laichweyer bey dem Hagensee.
Sachs
21, 315, 5
(
Nürnb.
1544
):
Wen der walfisch drey jar wirt alt, | laicht er mit dem Balonen palt, | Eim grosen fisch, der sein mansruet | Im in der laich verschneiden thuet, | Das er forthin all seine tag | Nimer-mer auch gelaichen mag.
Sudhoff, Paracelsus
1, 111, 23
ff. (
um 1520
):
so die laich in salat, im kraut gekocht oder geben weden aus unfleiß der köch [...] und es it laichzeit: wer die isset, alein der stark magen treibs aus, sunst wird ein wurm doraus.
Menge, Laufenb. Reg.
948
(Hs. ˹
nalem.
,
um 1470
˺):
krepß [...] Wenne [...] Er sich beginne leichen.
Geier, Stadtr. Überl.
212, 35
(
nalem.
,
A. 16. Jh.
):
die vischer mögen ouch die laichvisch, die sie selbs fahen, [...] uf dem markt wol verkoufen.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat.
243, 2
(
oobd.
,
1349
/
50
):
etleich visch gepernt von in selber ân allez laichen. [...] die visch habent die art, daz si hin und her swimment und spazierent, ê si gepernt oder ê si mitenander laichent.
Lohmeyer, a. a. O.
50, 13
;
Ermisch a. a. O.
200, 30
;
Pfeiffer, a. a. O.
242, 30
;
Alberus
o iv
;
Pfälz. Wb.
4, 742
f.
Vgl. ferner s. v.
ausfischen
 1.