2
leiche,
die
;
zu
2
leichen
.
›das Ablegen der Eier‹; als Metonymie: ›Laichzeit, kurze Zeitspanne, in der die Fische ihre Eier ablegen‹.

Belegblock:

Lohmeyer, K. v. Nostitz
11, 11
(
preuß.
,
1578
):
ha ich noch 3 teiche machen lassen! [...] zur leiche.
Ebd.
14, 18
:
Seher gutte helter sein zur Balge zuzurichten, das man in der leiche, auch sonsten fische einsetzen konte.
Ebd.
51, 6
:
Dar geschicht in der leiche sunderlicher grosser schaden.
Ebd.
77, 15
:
wen man aber karpen dareinsetzen will zur leich oder samen zue erstreken, muß man sie alle herbst ablassen.
Schmidt, Frankf. Zunfturk.
1, 185, 35
(
hess.
,
1488
):
hat der rat der grundeln und koben leyche, so sich von anfang des mertzes bijs zu Sant Jacobs [...] tag begibt [...] betrachtet.
Sachs
21, 315, 5
(
Nürnb.
1544
):
Wen der walfisch drey jar wirt alt, | laicht er mit dem Balonen palt, | Eim grosen fisch, der sein mansruet | Im in der laich verschneiden thuet, | Das er forthin all seine tag | Nimer-mer auch gelaichen mag.
Sudhoff, Paracelsus
1, 111, 23
ff. (
um 1520
):
muglich ist aber das, das ein sperma gomorrinum sich mocht in die end vnd örter der frawen heilikeit verfügen [...] so er
[eine Art Wurm]
in seiner laich wer, so wird do sein monstrum doraus.
Rennefahrt, Gebiet Bern
443, 10
.