lehenware,
lehenwäre,
die
;
Herkunft des Gw zu
mhd.
wër, were
›Gewährung‹
(
Lexer
3, 767
;
Dwb
13, 1989
f. s. v.
Wahre
,
Währe
I; II).
– Im
Rwb nahezu ausschließlich für das Nd. belegt
; im eigenen Material nur Belege aus dem Omd.
– Zur Sache:
Hrg
2, 1752
.
1.
›Verfügungsrecht über ein Lehen, Patronatsrecht‹;
zu
lehen
(
das
) 2.
Syntagmen:
die l. über etw. haben
.

Belegblock:

Haltaus
1234
;
Rwb
8, 1008
(a. 
1489
).
2.
›dem Lehensherren bei der Belehnung oder der Veränderung des Lehensgutes zu zahlende Abgabe (z. B. Anfallsgeld, Handlohn usw.)‹;
zu
lehen
(
das
) 2.
Syntagmen:
die l. fordern, hoch treiben; etw. auf die l. legen, etw. zu(r) l. geben
.

Belegblock:

Hertel, UB Magdeb.
3, 79, 2
(
nd.
/
omd.
,
1471
):
Der voit sal uff dem molnhofe personlich wohnen, seine eigene koste haben, [...] alle zcinsze, renthe, pechte, lehenwar und ander gerechtickeit zu dem hofe und ampte gehorende, auch alle bruche von gerichte und ungerichte gefallende furdern.
Opel, Spittendorf
268, 16
(
osächs.
,
um 1480
):
gnediger herr, wen es umb 4 oder 5 tausentf. zu thun were, das der rath die eueren gnaden lege uff die lehnware, als der rath euer gnaden vorfahren auch geligen hat.
Ebd.
433, 21
:
ich Marcus Spittendorff hatte zwo pfannen in dem Deutzschen Borne [...], und gab 9 r. fl. zur lehnware unde 3 mittel groschen zu schreyben.
Kisch, Leipz. Schöffenspr.
355, 24
(
osächs.
,
1523
/
4
):
das ime Urban das so nicht zu lehnwer, sunder zu puß gegeben habe.
Hertel, a. a. O.
350, 40
;
Haltaus
1235
;
Rwb
8, 1010
.