lehenserbe,
lehenerbe,
der
;
–/-n
.
›Nachlaßnehmer(in) eines Lehensinhabers bei dessen Tod, Person, auf die ein Lehengut im Falle des Todes eines Erblassers übertragen wird‹;
zu
lehen
(
das
) 2,
erbe
(
der
) 1.
Rechts- und Wirtschaftstexte.
Wortbildungen:
lehenserbfähig
(a. 1599),
lehenserbrecht
(16. Jh.).

Belegblock:

Große, Schwabensp.
188a, 6
(Hs. ˹
nd.
/
md.
,
um 1410
˺):
lat ein man lenerben nach sinem tode vnde hat ieman von deme toten tinshouͦe, der sol nemen de nuͦtz darabe.
Aubin, Weist. Hülchrath
132, 30
(
rib.
,
v. 1593
):
tue ich diesem gericht, [...], bann und fried wegen [...] des hohen erzstifts Collen erbmarschalk, als mit-, erb- und grundherren, und ihro lenerben gebot und verbot uber aller deren guter.
Kollnig, Weist. Schriesh.
163, 30
(
rhfrk.
,
1606
):
was über daß alles vogteylicher oberkeit anhängig und zuständig: soll alles und jedes hoch- und vielbenantem vogtsjunkern und nach ihme seinen lehenserben [...] gelassen werden.
Grosch u. a., Schöffenspr. Pössneck
305, 24
(
thür.
,
1474
):
geschege eß auch, daz Jhaen unde Hans Possegke, [...] vorstorbin unde keynen lehenserbin nicht enlißen.
Ebd.
306, 13
:
dye genanten dry swestern sint denne als lehenßerbin yres vaters von der [...] belenunge wegen by denselbten zcweyen wesin neher.
Kisch, Leipz. Schöffenspr.
513, 10
(
osächs.
,
1523
/
4
):
Nun ist der genant Luppolt gestorben on lehenserben.
Ebd.
591, 14
:
Nun hat mich mein vater, seliger, gelassen zu einem lehnerben.
Boner, Urk. Brugg
12, 6
(
halem.
,
1352
):
daz er an lehenerben abget, so sullen die selben lehen erben und geuallen vf die vorgenanten von Rynach vnd vf ir lehenerben.
Lamprecht, Dt. Wirtschaftsl.
3, 288, 15
;
Kollnig, a. a. O.
217, 5
;
Grosch u. a., a. a. O.
127, 12
;
Bindewald, Texte schles. Kanzl.
130, 5, 21
;
8, 20
;
Rwb
8, 917/8
.
Vgl. ferner s. v.
az
 1,
bauer
(
der
) 1,
begnaden
 6,
behalten
(V.) 7.