lector,
lecter,
lectorium,
der / das
;
aus
mlat.
lectrum, lectorium
›Lesepult‹
(
BMZ
1, 957
;
Dwb
6, 794
);
s. auch
1
letter
.
›Lesepult (z. B. auf dem Chor der Kirche)‹;
vgl.
lectur
.

Belegblock:

Mitzschke, UB Bürgel
376, 13
(
thür.
,
1428
):
daz eyn pherrer vorbud uff dem lecter in der kirchen.
Bernoulli, Basler Chron.
5, 467, 3
(
alem.
,
1466
):
In dem húse mechte man lectoria fúr die artisten und ertzete.
Vetter, Schw. zu Töß
51, 18
(Hs.
15. Jh.
):
das sy
[Nonne]
in der meti vor dem lecchtor sass und zunt als der minsten kinden ains.
Chron. baier. Städte. Regensb.
143, 21
(
noobd.
,
1537
):
von stund an in all kirchen, auch thumb, gefallen alle tafln, altär, lectori, pild, gemeld.
UB ob der Enns
10, 54, 20
(
moobd.
,
1381
):
so schol man auch den jartag chünden am lekter.
Ebd.
61, 32
:
[pfarrer] sollen [...] vnser vorfordern sell [...] gedenkhen vnd vmb sie bitten auf dem legker.