leckern,
V.
›gut schmecken (von Getränken)‹; vgl.
lecker
(Adj.).

Belegblock:

Lichtenstein, Lindener. Katzip.
384
(o. O.
1558
):
Zum schlafftrunck neüntzig faß dorgisch bier oder pommerisch, das leckert und ist guͦt zur scheissen.
2.
›jn. als
lecker
bezeichnen, in Verruf bringen‹; vgl.
lecker
(
der
).
Bedeutungsverwandte:
buben
 2,
schelmen
,
schelten
,
schmähen
; vgl.
lästern
 2.

Belegblock:

Pfeiffer-Belli, Murner. Kl. Schrr.
6, 96, 3
(
Straßb.
1520
):
das ir vns [...] mit dem zucker das schedlich gifft der vnwarheit bieten / also das biß har mancher geschwigen hat / vff das er von vch nit geleckert vnd gebuͦbt würd.
Schweiz. Id.
3, 1247
.
3.
›jn. locken, reizen‹.

Belegblock:

Enders, Eberlin
2, 106, 31
(o. O.
1522
):
das er [Sathan] mich inwendig anfacht mit kleinmütigkeit des glaubens, vnd außwendig mit schrecken vnd leckeren.