lechzen,
lächzen,
V.;
zu
mhd.
lëchezen
›lechzen‹
(
Lexer
1, 1850
).
1.
›dürsten; nach etw. begierig sein‹.

Belegblock:

Luther, WA
47, 451, 7
(
1538
):
da fallen sie zu und lechzen nach dem nechsten wasser.
Peil, Rollenhagen. Froschm.
28, 14
(
Magdeb.
1608
):
Tantalus im Wasser stund / | Vnd lechtzet mit duͤrstigem mund.
Mönch v. Heilsbronn. Fronl.
12a, 5
(
nobd.
,
E. 14. Jh.
):
als der hirzz den ser | dvͤrstet | lehtzzet nach dem wazzer also | dvrstet meı͂ sel nach got dem lebendigem brvnnen.
Vgl. ferner s. v.
badknecht
.
2.
›nach Luft japsen, schwer atmen; hecheln‹.

Belegblock:

Lappenberg, Fleming. Ged.
97, 118
(
1636
):
Man lachet, daß man lächset vom tiefsten Bauche rauf.
Voc. inc. teut. o
vir
(
Speyer
um 1483
/
4
):
Lehatze͂ als die hund.
Pyritz, Minneburg
5028
(
nobd.
, Hs.
um 1400
):
Du verst mir in der bruste lehtzen, | Sam ein meßer in dir stecke.