1
lebkuche,
der
;
zur unklaren Etymologie des Bestimmungswortes s.
Kluge/S.
2002, 563
.
›Pfefferkuchen aus Honig und Gewürzen‹; auch als Abgabe;
vgl.
kuchen
 1.
Zur Sache:
Hwb. dt. Abergl.
5, 986
ff.
Bedeutungsverwandte:
honigkuche
,
lebzelten
,
lekkuche
,
schleklein
.
Syntagmen:
l. feil haben / nemen / wägen, jm. l. geben; um l. spielen, nach l. schlagen; der gelbe l
.
Wortbildungen:
lebkuchenbäcker
,
lebkuchenmacher
(a. 1448),
lebkuchentrager
›Lebkuchenhändler‹ (a. 1580),
lebkucher
(dazu bdv.:
fladener
),
lebküchler
(a. 1474).

Belegblock:

Rudolph, Qu. Trier
550, 27
(
mosfrk.
,
1597
):
[ist] beschlossen, daz die leffkuchenbäcker in diesem amt drei vierteil ungebacken teigs vor ein pfund liefern sollen.
Schmidt, Frankf. Zunfturk.
1, 29, 32
(
hess.
,
1409
):
sollen die andern beckere in sant Anthonius gassen und die beckere und lebekuchere in der Snargassen [...].
Strauss, A. v. Villanova dt.
150v, 26
(
obd.
, Hs.
1421
):
Wer danne gesunt ist, der sol den ersten slaff thuͦn auff der rechten seyten, daz die leber, die nach dem hertzen allermeister hitze hat, lygen vnder magen alz eyn fuͤr vnder eynem lebkuͦchen.
Roloff, Brant. Tsp.
2520
(
Straßb.
1554
):
Sie muͤssen diß schlecklin auch versuͦchen | Nimm an die Esels kapp für ein leppkuͦchen.
Ukena, Luz. Sp.
4279
(
halem.
,
1575
):
Min mütterlin ich lieben sol / | Die mir so offt läbkuͦchen gitt.
Barack, Zim. Chron.
3, 224, 17
(
schwäb.
,
M. 16. Jh.
):
Sie hetten auch ime den lebkuchen fürs fenster gelegt uf die reben.
Lauchert, Merswin
35, 13
;
Rennefahrt, Gebiet Bern
103, 14
;
Bremer, Voc. opt.
13209
;
Schmitt, Ordo rerum
178, 24
;
Voc. inc. teut.
o viijv
;
Alberus
R jr
;
Serranus
116r
;
Hulsius
L jr
;
L ijr
;
Dict. Germ.-Gall.-Lat.
300
;
Schmidt, Hist. Wb. Elsaß
216
;
Schweiz. Id.
3, 136
;
Schwäb. Wb.
4, 1078
;
Gleinser, Anna v. Diesb. Arzneib.
1989, 179
;
Bücher, Berufe Frankf.
1914, 76
;
Martin/Lienhart
1, 422
;
Schweiz. Id.
3, 136-138
;
14, 578
;
Schwäb. Wb.
4, 1077
;
Rwb
8, 825
.