2
lauben,läuben,
V.;
Bed. 1 und 2 zu 2
laube
(der / die / das
), Bed. 3. zu 2
laube
(der
).1.
›jm. etw. erlauben, gestatten‹.Wortbildungen:
laubnis
laubung
Belegblock:
Kisch, Leipz. Schöffenspr.
168, 55
(osächs.
, 1523
/4
): so hat er doch on laubung und begunst desselben seins obersten nicht mogen aufnemen [...] der vormundschaft seines vettern.
Dinklage, Frk. Bauernweist.
91, 13
(nobd.
, 1536-49
): so einem nicht furgeboten wirt und bit den schultesßem umb laub, sol er yhme leuben, an sein arbeit zu gehen.
v. Keller, Ayrer. Dramen
3016, 4
(Nürnb.
1610
/18
): Wer jhm dieses erlaubet hab, | Daß er sol gehn vom Himmel rab, | Weil er kein laubnuß hab von mir.
Rwb
8, 752
.2.
›von e. S. Abstand nehmen, sich e. S. enthalten‹.Belegblock:
Reissenberger, Väterb.
25291
(md.
, Hs. 14. Jh.
): Als ir herze ouch daz verdranc, | Daz sie sich loubeten des spotes.
3.
›etw. (z. B. den Tränen der Frauen) / jm. glauben‹.Belegblock:
Toeppen, Ständetage Preußen
2, 382, 5
(preuß.
, 1441
): Darumbe, lieben ritter und knechte [...], wendet von euch sulchen ungeloben und lewbet nicht den, die euch eyn sulches sagen, sunder gelobet uns.
Frantzen u. a., Kölner Schwankb.
3, 866
(Köln
um 1490
): Lovestu den tranen der vrouwen? Bistu eyn wys man unde kennest nicht der vrouwen listicheyt?
4.
bedeutungsverwandt zu auslösen
6; anschließbar an 1.