knopfen,
knöpfen,
V.
1.
›etw. mit Knoten versehen‹; zu
knopf
4.Syntagmen:
geknöpfte geisel
.Belegblock:
Schwäb. Wb.
4, 546
(1. H. 16. Jh.
).2.
›etw. mit Knöpfen versehen‹; im Beleg obszön; zu
knopf
8.Belegblock:
Fastnachtsp.
225, 22
(nürnb.
, v. 1486
): Ein ander wunder mich anficht, | Das man die man geknopfet sicht | Ferr unden und die frauen oben.
3.
›sprießen, Knospen treiben‹; zu
knopf
3.Belegblock:
Buch Weinsb.
5, 128, 3
(rib.
, 1578
/87
): man vernam noch kein knoppen am weinstok.
Gille u. a., M. Beheim
348, 6
(nobd.
, 2. H. 15. Jh.
): Auff anger und in hait | sach man die plumen knopfen.
Sachs
6, 235, 3
(Nürnb.
1558
): Denn fahen die baum an zu prossen, | Zu knöpffen und wider zu schossen.
Ebd.
22, 457, 26
(1548
): Die wirm det aus der erden sprosen, | Die paum kunden knopfen und prosen.
Chron. Augsb.
2, 311, 29
(schwäb.
, Hs. 16. Jh.
): wuchsen die samen fast und alle frucht, die pem knopften fast und plüeten nach allen wunschen.
v. Groote, Muskatblut
50, 39
; Gille u. a., a. a. O.
339, 12
; Harsdoerffer. Trichter
3, 126, 28
.