klappen,
V.
1.
›schallen‹; (von den Zähnen:) ›klappern‹; (von den Händen:) ›klatschen‹; subst. ›Klappern‹;
vgl.
klapfen
1.
Bedeutungsverwandte:
knallen
,
schlappern
.
Syntagmen:
die zäne k.; mit der geisel, den händen k.

Belegblock:

Luther. Hl. Schrifft. Klgl.
Jer. 2, 15
(
Wittenb.
1545
):
Alle die fur vber gehen / klappen mit Henden.
Kehrein, Kath. Gesangb.
2, 549, 18
(
Bautzen
1584
):
letzlichen geworffen gar, | Ins eusserst Finsternissen, | Da dann zeen klappen sein vorwar.
Martin/Lienhart
1, 494
;
Schwäb. Wb.
6, 2313
;
Baumann-Zwirner, Augsb. Volksb.
1991, 215
.
2.
›passen, sich reimen‹.
Phraseme:
klingen und klappen, lauten und klappen
.

Belegblock:

Österley, Kirchhof. Wendunmuth
1, 4, 26
(
Frankf.
1563
):
Erstlich dieser, daß etliche gar spöttisch [...] reden, zum andern, eins theils in teutscher sprach, wie im latein, gar nichts klappen.
Peil, Rollenhagen. Froschm.
363, 3249
(
Magdeb.
1608
):
jhr [...] wist nicht / was zur Glock gehort / Das sie ohn Kneppel spricht kein Wort? | Das sie weder klappet / noch klinget.
Luther, WA
33, 14, 21
(
1530
):
Denn was hat es fuͤr ein ansehen und wie sol es lauten und klappen, das dieser einfeltige Man aufftrit.
Ebd.
47, 51, 30
(
1538
/
40
):
Nach der Vernunfft ist nichts geredet, es klapt und klinget auch nichts, das Christus sej nidder gefharen, aber nach dem glauben rejmet sichs wohl.
Mieder, Lehmann. Flor.
845, 7
.
3.
›schwätzen‹;
vgl.
klapfen
2.

Belegblock:

Schweiz. Id.
3, 663
(a. 
1532
).
4.
›jn. in eine Gilde aufnehmen‹.
Syntagmen:
jn. in das gilde k.

Belegblock:

Rwb
7, 1067
(a. 
1569
).