klagschaz,
der
.
›an das Gericht zu zahlende Gebühr‹;
zu
klage
 2.
Wobd.; Rechts- und Wirtschaftstexte.
Bedeutungsverwandte:
fürbotgelt
,
gerichtsschazgeld
,
kengeld
; vgl.
klaggeld
.
Syntagmen:
k. einlegen / erlegen / geben; k. schuldig sein, zu k. verfallen sein
.

Belegblock:

Müller, Nördl. Stadtr.
353, 2
(
schwäb.
,
1488
):
Alles fürpotgelt, gerichtschatzgelt, clagschatz und der gleichen legt man gantz dar.
Ebd.
21
:
Doch het er darvon vormals clagschatz geben, so bedarf er alsdann füran nit mer clagschatz davon geben.
Wintterlin, Würt. Ländl. Rechtsqu.
1, 201, 19
(
schwäb.
,
1567
, Hs.
17. Jh.
):
ein jeder cleger, der nach schulden clagt [...] soll [...] dem vogt von ieden gulden zu clagschatz auflegen und schuldig zu geben sein acht pfennig.
Ebd.
2, 774, 35
(
1532
):
ist er [...] von iedem zehen guldin ain schilling heller zu clagschatz dem gericht zu geben schuldig.
Müller, a. a. O.
348, 14
;
Vock u. a., Urk. Nördl.
2029
(Regestbeleg);
Wintterlin, a. a. O.
149, 7
;
Dief./Wü.
701
;
Brinckmeier
1, 1095
;
Schwäb. Wb.
4, 441
;
Rwb
7, 1056/7
.