kirchgenosse,
der
;
–/-n
.
›Teilhaber an den Rechten und Pflichten einer Kirchengemeinde‹;
zu
kirche
 1,
genos
(
der
) 2.
Wobd.
Bedeutungsverwandte:
kircher
 2,
pfargenosse
.
Syntagmen:
jn. zum k. annemen; gemeiner / reicher / wolhabender k.
Wortbildungen:
kirchgenossenschaft
(a. 1405),
kirchgenössig
(a. 1544).

Belegblock:

Anderson u. a., Flugschrr.
9, 7, 28
([
Straßb.
]
1524
):
Die kirchgnossen seind schuldig / mitt gebürlicher narung vnd kleydung zuͦ vnderhalte͂ [...] die / so inen das wort gottes / pur klar vnd lauter anzeyge͂.
Müller, Alte Landsch. St. Gallen
210, 24
(
halem.
,
1525
):
der gmeind [...] gewalthaber [...] habend in clags wis vor uns reden lassen, wie das die kilchgnossen von Sant Jergen ein widam [...] zuͦ lehen enpfangen.
Rennefahrt, Recht Laupen
263, 36
(
halem.
,
1554
):
so sy einen angnommen zuͦ einem kilchgnoßen [...] hat söllen dry kronen einer kilchhöri ußrichten.
Ders., Staat/Kirche Bern
908, 2
(
halem.
,
1628
):
das ein jede gmeind [...] die praͤsthafften, rechtduͤrfftigen und huͤlffwürdigen [...] durch mittel stuͤwr und zusammenschutz rycher und wolhabender kilchgnossen [...] erhalten.
Boner, Urk. Aarburg
93, 2
;
Rennefahrt, Recht Laupen
140, 11
;
ders., Staat/Kirche Bern
244, 9
;
Maaler
317r
;
Vorarlb. Wb.
2, 71
;
Rwb
7, 963/4
.