ketschen,
V.;
zur Etymologie s.
Dwb
5, 628
.
›jn. / etw. schleppen, ziehen‹.
Bedeutungsverwandte:
rollen
 2,
schieben
 1,
1
schleifen
 3; 4,
stossen
 4,
1
tragen
 1,
winden
,
ziehen
.
Syntagmen:
jn. die stege herab, aus der kirche, durch die stat k., einen sak, eine last k., etw. den berg hinauf k
.
Wortbildungen:
ketschjungfrau
,
ketschmagd
.

Belegblock:

Schmitz, Schiltb.
38, 21
(
Frankf.
1597
):
Dasselbe [...] bringens mit heben / lupffen / schieben / treiben / stossen / trollen / rollen / wallen / schleiffen / ketschen / tragen / legen / schalten / schuͤrgen / rutschen / ziehen / kehren / stellen / winden und wenden [...] den Berg hinauff.
Williams u. a., Els. Leg. Aurea
297, 31
(
els.
,
1362
):
do komen sú [...] vnd wurfent ime ein seil an sinen hals vnd keschetent in durch die stat.
Chron. Strassb.
527, 11
(
els.
,
A. 15. Jh.
):
do wart der bobest us der kirchen geketschet.
Goedeke, Fischart
1011
(
Straßb.
1594
):
die ketschmagd kamen bald, | Durchsuchten all hecken im wald.
Ebd.
2568
:
Da kam ain ketschjungfrau heraus.
Kehrein, Kath. Gesangb.
3, 121, 33
;
Williams u. a., a. a. O.
208, 19
;
Goedeke, a. a. O.
2749
;
Golius
231
;
Martin/Lienhart
1, 483
;
Schmidt, Hist. Wb. Elsaß
193
.