2
kümich,der
;zur Etymologie s.
kümin
; Suffix mhd.
-ach
(BMZ
).1, 5
›die Pflanze Cuminum cyminum L., Kümmel‹ und ihr als Gewürz verwendeter Same.
Zur Pflanze:
Marzell
.1, 1266
Bedeutungsverwandte:
kümin
kümmel
Syntagmen:
k. pulfern / schlagen / streuen / verkaufen / verzeren
; von k. zehent geben
; fremder / römischer / schwarzer / wilder k
.Wortbildungen:
kümichen
kümicher
Belegblock:
Ermisch u. a., Haush. Vorw.
227, 34
(osächs.
, 1570
/7
; Zusatz E. 16.
/A. 17. Jh.
): ein magen und kummich gleich, thue es unter das öel, also das es dick wird.
Keil, Peter v. Ulm
21
(nobd.
, 1453
/4
): puluer den fenumgrecum vnd wermut vnd camillen vnd kumich vnd per daz püluer mit loröl dor vnter.
Kurrelmeyer, Dt. Bibel
8, 424, 8
(Straßb.
1466
): Wann [...] das rad des wagens vmbgeet nit vber den kúmich; wann daz reiß wirt geschlagen mit der ruͦten vnd der kúmich mit dem stabe.
Bächtold, N. Manuel. Papst
83, 1382
(Zürich
1525
): verkouft eim für ein krützer schmer, | Dem andern kümich und blawen faden.
Müller, Nördl. Stadtr.
569, 13
(schwäb.
, 1482
): Auch sollen si füran kein kimicher anders dann auf 3 hlr. pachen.
Ebd.
448, 16
(1490
/1500
): Wa auch die lut kimichen, von stund si das gewar werden, die zu pfenden und nit warten.
Stopp, Kochbuch S. Welserin
14, 4
(Augsb.
1553
): thú aúch darzú ain wenig krametper vnnd kimich vnnd streichs dúrch ain túch.
Rohland, Schäden
459
; Kurrelmeyer, a. a. O.
1, 89, 2
; Hampe, Ged. v. Hausrat
4, 17, 26
; Voc. Teut.-Lat.
r vjr
; Brack
d 9v
; d 10r
; Maaler
255r
; Schmidt, Hist. Wb. Elsaß
210
; Schwäb. Wb.
4, 834
.