interdict,
das
;
–/-e
; auch mit lat. Flexion;
aus
lat.
interdictum
›Verbot‹
(
Georges
2, 364
).
›Kirchenstrafe in Form des Verbots kirchlicher Handlungen‹;
zu
interdicieren
.
Bedeutungsverwandte:
drohung
 1,
gebot
 1,
verbietung
,
verbot
; vgl.
2
ban
 3.
Syntagmen:
i. halten, i. (auf jn.) legen; jn. von einem i. absolvieren
.

Belegblock:

Chron. Mainz
1, 337, 21
(
rhfrk.
,
15. Jh.
):
als die hern von Spiher […] understanden hant uns […] dorch briefe und proceß zu betrangen, deshalben gottesdinst swerlich nedergeleit und interdicke gehalden wirt.
Engel, Rats-Chron. Würzb. 
96, 7
(
nobd.
, Hs.
M. 17. Jh.
):
undt wardt zu Kitzingen interdictum gelegt lange zeit.
Chron. Nürnb.
5, 639, 9
(
nobd.
,
E. 15.
/
A. 16. Jh.
):
da was intertikt ee man die loymetten anhub.
v.d. Broek, Spiegel d. Sünders 
265, 19
(
Augsb.
1476
):
sol man halten vor dir interdict das ist nit singen lesen vnnd meß vor dir haben auch anders das zů dem interdict gehoͤrt.
Rot
319
;
Diefenbach
304a
;
Tarvainen, Wortsch. Unrest.
1966, 138
.
Vgl. ferner s. v.
2
ban
 3.