intention,
die
,
intent,
intenz,
der
;
aus
lat.
intentio
›Spannung‹
(
Georges
2, 352
).
1.
›Spannung, Anspannung geistiger Kräfte‹; metonymisch: ›Absicht, Vorhaben, Zielsetzung‹;
zu
intendieren
.
Bedeutungsverwandte:
anziehung
1,
ausstreckung
2,
denung
,
ziehung
;
anspannung
2,
ernst
(
der
) 2,
fleis
,
sorge
; zur Metonymie:
fürhaben
,
fürnemen
,
2
meinung
5.

Belegblock:

Österley, Kirchhof. Wendunmuth 
44, 10
(
Frankf.
1603
):
unterstunden sich auch meine liebe landtsfürsten mit verkehrung meiner wort und intent mir ungnädig zu machen.
Weise. Jugend-Lust 
94, 8
 (
Leipzig
1684
):
Ich […] komme in der Intention hieher / den Welt-beruͤhmten Hof des grossen Koͤniges zu sehen.
v. Keller, Ayrer. Dramen 
2537, 14
(
Nürnb.
1610
/
8
):
der Kläger […] sol sich erstlich examinirn | […] Daß er seinen Intent beweiß.
Sudhoff, Paracelsus
1, 115, 8
 (
um 1520
):
also auch so inwendig wunden sind […] so ist der himel aber gewaltig seiner intention.
Ebd.
13, 49, 33
(
1525
/
6
):
die schnêstern, […] so sie uf die erden komen an ein stat, do der schnê on zerschmelzt bleibt, bis zu end seins intenz und operation.
Chron. Augsb.
7, 117, 8
(
schwäb.
, zu
1548
):
haben sie […] durch die merern stimen ir intention wider die erbern geschlechten erhalten.
Barack, Zim. Chron.  
3, 276, 39
(
schwäb.
,
M. 16. Jh.
):
die fraw […] hat dergestalt iren intent und willen verhoffenlich erlangt.
Bischoff u. a., Steir. u. kärnt. Taid.
453, 2
(
m/soobd.
,
17. Jh.
):
nachdem ein jede obrigkeit vor allen dingen ihr zill und intent dahin richten solle.
M. Cunitia. Ur. Prop. 
252, 32
;
Chron. Augsb.
7, 318, 25
;
319, 23
;
Rot
319
;
Schulz/Basler
1, 301
;
Malherbe, Fremdw. Ref.
1906, 77
.
2.
›Anklage‹.
Bedeutungsverwandte:
anklage
,
aufmerkung
1,
1
merung
4.

Belegblock:

Rot
319
(
Augsb.
1571
):
Intention, […] anklag / mehrung / auffmerckung.