herrenbrot,
das
.
1.
›für die Herrschaft bestimmtes besseres Brot, Weißbrot‹; wohl auch: ›Brötchen‹;
vgl.
herre
 11,
brot
 1.

Belegblock:

Wendehorst, UB Marienkap. Würzb.
127, 14
(
nobd.
,
1461
):
süllen den vier orden zu Wirtzpurg uf die vier feste unser lieben frawen, nemlichen iglichem orden für dreyssig pfennige Wirtzpurger werunge weiß herrenbrote geben on geverde, mit namen den Augustinern uf das fest anunctiacionis in der vasten.
Schwäb. Wb.
3, 1486
;
Öst. Wb.
3, 1097
;
Rwb
5, 808
.
2.
›vom (Dienst-)Herren bezogener Unterhalt (in Form von Verpflegung)‹;
zu
herre
 6,
brot
 3.

Belegblock:

Vilmar
54
(
hess.
,
1514
):
sollen ehn alle tage verangelogen ehre prebende mit namen drey herrn brode, ehme tzwey, vnd ehr eyn.
Schnurrer, Urk. Dinkelsb.
4, 239
.
3.
›vom Stadtrat (an die Armen) verteiltes Brot‹ (vgl.
Rwb
5, 808
);
zu
herre
 7,
brot
 1.

Belegblock:

Chron. Nürnb.
5, 569, 12
(
nobd.
,
E. 15.
/
A. 16. Jh.
):
des jars da was hie ümb die groß teurung [...]. Jtem man gab auch das herrnprot ein woch zwir oder einen tag, eim zwen laib.