heimgerede,
das
;zum Bw vgl.
got.
haims
›Dorf, Flecken‹
(Pfeifer
), Gw zu 2000, 524
mhd.
ge-ræte, gerëde
›Beratung; Hilfe; Ausrüstung, Vorrat‹
(Lexer
).1, 871
1.
›Dorfflur; Gesamteigentum einer Gemeinde an Ländereien‹; speziell wohl: ›gemeinsamer Gemeindebesitz, Besitz an Wäldern‹.Belegblock:
Cirullies, Rechtsterm. Anh.
1981, 211
(rhfrk.
, 1384
): das sie in in ir heyngerede farn.
Wopfner, Urk. Agrargesch.
327, 32
(hess.
, 1385
): Wir wysen die marck vur ein recht haimgerede; wess sie zu rade worden und gebot mechten, fugete iz en nit, sie mochtens mynnern oder merern.
Rwb
5, 611
; Crecelius
1, 455
.2.
›Dorfgericht (zur Ahndung kleinerer Vergehen)‹; wohl auch: ›Lokalbesprechung der Markgenossen einer besonderen Ortschaft‹ (Lamprecht, Dt. Wirtschaftsl.
).1, 304
Bedeutungsverwandte:
vgl. bangericht
bauergeding
bauergerechtigkeit
heimding
heimel
heimgericht
Belegblock:
Kollnig, Weist. Schriesh.
30, 29
(rhfrk.
, 1399
): sint die zwene obgeschriben geseßen in der faudy und geriecht zu Hentschußheim und hant gesworn, heymgerede zu halten mit den von Hentschußheim.
Cirullies, Rechtsterm. Anh.
1981, 211
.