hecke,
hegge
(selten), hecken,
die
;–/-n
(für hecke, hegge
), –/-Ø
(für hecken
).1.
›Dornstrauch (z. B. die Heckenrose), Dornbusch; Gestrüpp‹.Bedeutungsverwandte:
dornbusch
gehecke
Wortbildungen:
heckenwald
Belegblock:
Haage, Hesel. Arzneib.
6v, 4
(Hs. ˹noobd.
/md.
, E. 15. Jh.
˺): Fur die blut rure so nym doren, dy hayssen hecke.
Bell, G. Hager
111, 2, 3
(nobd.
, 1592
): So wil ich rund | Eüer fleisch mit dörnen er schrecken | aus der wüesten, vnd mit der Hecken | wil ichs zer dreschen.
Williams u. a., Els. Leg. Aurea
237, 17
(els.
, 1362
): Do von zoch er [sant Benedictus] sich blos vnd warf sich in dorne, disteln vnd hecken die do worent vor sinre wonunge.
Harsdoerffer. Trichter
2, 148, 6
; Kehrein, Kath. Gesangb.
3, 106, 2
; Chron. Augsb.
2, 107, 18
; Maaler
215v
.2.
›durch niedriges, ineinander verwachsenes Gesträuch gebildete Begrenzung oder Umzäunung eines Gebietes (z. B. eines Gartens)‹.Bedeutungsverwandte:
truderung
zaun
hag
Belegblock:
Fischer, Brun v. Schoneb.
30
(md.
, Hs. um 1400
): ir guten werfet nuwen segen | mir hin obir mine hecke.
Gehring, Würt. Ländl. Rechtsqu.
3, 513, 35
(schwäb.
, 1550
): welcher ain zaun, hecken, berhaft paum oder felben zerheue oder zerbreche, kumbt umb 3 ℔.
Rauwolf. Raiß
23, 29
([Lauingen
] 1582
): in welcher ebne herumb vil Wein vnnd wolgepflantzte Krautgaͤrten zusehen / die mehrthails mit thoren vnd heggen vmbzaͤunet.
Gehring, a. a. O.
3, 72, 7
; 440, 2
; Winter, Nöst. Weist.
2, 461, 21
.3.
›Busch, Unterholz, Gehölz, kleines Waldgebiet‹.Phraseme:
etw. zu hecken werden lassen
›etw. verwildern lassen‹.Bedeutungsverwandte:
1
busch
wald
hag
buschecht
das
), gehölze
Syntagmen:
eine h. ausreuten / ausroden / haben / hauen / rappen
; durch die h. rennen, etw.
(Subj.) zu hecken wachsen
.Wortbildungen:
heckenapfel
heckenblühe
heckenvogel
heckenholz
heckentraube
heckenwald
Belegblock:
Oorschot, Spee. Trvtz-N.
113, 16
(wmd.
, 1634
): Sie
[Bienen]
fleissig aller enden, | Vnd orthen späth, vnd früh | Den gelben Safft entwenden | Von Bäum- vnd Heckenblüe. Meijboom, Pilgerf. träum. Mönch
1668
(rib.
, 1444
): Salomon nye sulch cleyt en droech | As der de heggen haint genoech.
Loersch, Weist. Boppard
117, 17
(mosfrk.
, 1436
, Hs. 17. Jh.
): wann einer in der mark ein heck hauet, soll man die reiser und holz jahr und tag leigen lassen.
Struck, Joh. Pfannstiel
61, 43
(mosfrk.
, um 1543
): Verzeichnus, waß von wißenn, eckernn unnd heckenn zum Pfanstill gehorigk.
Kollnig, Weist. Schriesh.
136, 16
(rhfrk.
, o. J., Abschrift 1732
): were es sach, daß einer under der gemein were, so gut an den bergen het ligen und ließ dasselb gut zu hecken werden.
Ebd.
187, 36
(1613
): Wo in dießem flecken ungebaute güeter, alß hecken, busch und dergleichen wünste felder, so züvormalen nie kein frucht getragen, zum fruchtbaw gebracht werden.
Voc. Teut.-Lat.
o jv
(Nürnb.
1482
): Hecke pusche in dem walde. dumus.
Bischoff u. a., Steir. u. kärnt. Taid.
272, 35
(m/soobd.
, 1391
): Es sold auch kainer mer hekenholz schlahen oder speltn, [...], aber zu haußnotturft ist es im nit verpotten.
Tiemann, E. v. Nassau-S. Kgn. Sibille
129, 16
; Kollnig, a. a. O.
53, 6
; Leidinger, A. v. Regensb.
606, 9
; Maaler
215v
; 346r
; Schwäb. Wb.
3, 1321
.‒
Vgl. ferner s. v. ausfegen
1, ausmärker
, baumgarten
1.4.
›Falle zur Jagd von Wildtieren (wohl eine Art durch Reisig verdecktes Gehege oder eine Umzäunung, in die das Wild hineingetrieben wurde)‹.Bedeutungsverwandte:
vgl. hasenhürt
stelfalle
Wortbildungen:
heckenjagd
heckenjäger
Belegblock:
Neumann, Rothe. Keuschh.
3845
(thür.
, 1. H. 15. Jh.
): so had man ein kusche maget. | di sesst man an ein hecken | unnd beginnet den ein horn uff schrecken.
Hauber, UB Heiligkr.
2, 183, 46
(schwäb.
, 1443
): von schwin hetzends und beren jagendtz wegen sol Eberhartt Truchsaͤsz dehain hek in grave Johansen vorst nit machen.
Neumann, a. a. O.
3852
; Sappler, H. Kaufringer
30, 84
; Dalby, Lex. Mhg Hunt.
1965, 85
; Shess. Wb.
3, 205
.5.
›aus Reisig geflochtene oder aus Latten gezimmerte Tür eines Zaunes auf einem Weg als Zugang zu einem Dorf‹ (vgl. Dwb
, s. v. 4, 2, 741
heck
, n. 2).Belegblock:
Wilkes, Sta. Xanten
214, 31
(mnl., 1407
): dat, want dye wegh vorscr., daer nu tertijt een beslaten poert oft een hecke voer gehangen is, een apenbaer straet end een ghemeyn wegh heft gheweest.