handvol,
die
.ein Hohlmaß vom Inhalt einer Hand: ›Handvoll‹; oft ütr. auf unterschiedliche, nicht räumlich denkbare Bezugsgrößen; auch: ›ein wenig, einiges‹.
Bedeutungsverwandte:
büschel
1
garbe
Syntagmen:
eine h. von etw. nemen; eine h. kornes / melbes / wassers / eine h. bieren / geld / günzel / kräuter / leute / schöne, eine h. von favor; eine gute h
.Wortbildungen:
handvöllig
Belegblock:
Volkmar
112
(Danzig
1596
): Manipulus, ein garb / buͤschel / handvol.
Dubizmay, kurß zu Teutze
66, 14
(hess.
, 1463
): Der es sneydet vnd zu garben bindet der gewint nymmer ein hant vol kornes.
Jungbluth, J. v. Saaz. Ackermann
24, 25
(Hs. ˹omd.
, 1465
˺): Weise mir ein hantvol schöne aller schönen frauen.
Opitz. Poeterey
25, 3
(Breslau
1624
): Ein‘ handvol von fauor petirt er nur zue lohn.
Gerhardt, Meister v. Prag
187, 12
(Hs. ˹nobd.
, 1477
˺): Das himelreich ist gleich einem vrhab das ein weib verpirgt vnter drey hantvol melbs.
Sachs
10, 136, 36
(Nürnb.
1556
): er wer auff gleuben | Uns ein grillen im loch verkleiben | Mit seinem handtvölligen heer.
Kurrelmeyer, Dt. Bibel
3, 374, 3
(Straßb.
1466
): er nympt von im ein gantze hand vol er brenntz auff dem allten.
Maaler
210v
(Zürich
1561
): Handfoͤllig pyren / als spaͤckbyren.
Ebd.
212r
(Zürich
1561
): Handuoll (die) Was man in ein hand fassen mag. Manuale, Manipulus. Handvoll kreüteren [...]. Handuoll leüt. [...] Handuollige stein.
Sappler, H. Kaufringer
4, 342
(schwäb.
, Hs. 1464
): er zoch aus seiner täschen her | ain hantvoll gelt.
Müller, Welthandelsbr.
205, 4
(schwäb.
, 1506
): wen man wigt ein farasoll, so nympt man 3 handtfol und spricht: die handtvol ist für mich, die ander für mein schriber, die 3. für mein knecht.
Adrian, Saelden Hort
5811
; J. W. von Cube. Hortus
83, 22
; Mon. Boica, NF.
1, 154, 26
; Cirurgia H. Brunschwig
23ra, 21
; Deinhardt, Ross Artzney
140
; Bremer, Voc. opt.
13160
; Schwäb. Wb.
3, 1133
f.‒
Vgl. ferner s. v. anzick
, arfel
, bachbunge
.