haberbrei,
der
.›einfache Speise aus Hafermehl‹;
zu
1
haber
1.Phraseme:
ungesalzener / versottener haberbrei
›Unfug, Belanglosigkeit‹.Belegblock:
Sachs
21, 73, 23
(Nürnb.
1559
): Daß ein bawr hat ein fül getragen? | [...] | Ietzt fellt mir ein [...] | Er hat sein tag gern haberbrey gessen. | Weil der habern ist ein roßspeiß.
Spanier, Murner. Narrenb.
32, 46
(Straßb.
1512
): Vnd predigt von dem lutenly | Vnd von versotnem haber bry.
Kurz, Murner. Luth. Narr
2763
(Straßb.
1522
): Das er mir solchen lutenley | Vnd vngesaltzenen habern brey | Wolten ein verdienten man | Sein baretlin greiffen an ?
Turmair
1, 222, 30
(moobd.
, 1529
): In der not muß man [...] mit kes und prot, milch und haberprei sich behelfen.
Ebd.
4, 81, 5
(1522
/33
): Der gemain man [...] ersettiget die natur mit milich käs haber prei oder mues.
Spanier, a. a. O.
34, 83
; Turmair
4, 307, 1
; Öst. Wb.
3, 829
.