gutjar,
das
;–/
auch -Ø
.›als Neujahrsgruß dargebrachtes Geschenk, übliche Neujahrsgratifikation‹; allgemein: ›Geschenk‹.
Zur Sache (im Halem.):
Schweiz. Id.
f.3, 58
Rechts- und Wirtschaftstexte.
Bedeutungsverwandte:
gabe
schenke
geschenk
Wortbildungen:
gutenjarkäse
gutjartuch
Belegblock:
Welti, Stadtr. Bern
105, 22
(halem.
, 1405
): da by vil luͥt schenkinen vnd guͦti jar ze wienaͤchtten in ander gesellschaften, da sie nit stuben gesell waren, gaben und schankten.
Maaler
199r
(Zürich
1561
): Guͦtjar (das) Schencke oder gaab die man einem auff einem feyrtag oder auff das neüw jar gibt.
Rennefahrt, Gebiet Bern
86, 5
(halem.
, 16. Jh.
): söllend die amptlüt [...] einem jedem, so sonst die guͦtjar hat, ein jeder ein halben guldin zum guͦten jar ußrichten.
Ebd.
91, 16
(1614
): so hat ein jeder von dem Tütschen seckelmeister ingenommen für dz guͦtjar und holtzgelt an pf. 35 ₰; verner alle gmeine guͦte jar von den amptlüthen; diewil aber nit guͦt befunden worden, daz indzkünftig diejenige guͦten jar [...] wyter ußgerichtet werden.
Graf-Fuchs, Ämter Interl./Unterseen
421, 11
(halem.
, um 1600
): die guͦtten jar käs, so ime geschenkt werden, sindt ungefahr by ii C, bliben im auch.
Welti, a. a. O.
518, 7
; 10
; Müller, Lands. St. Gallen
83, 1
(Regest); Rennefahrt, Zivilr. Bern
524, 20
; ders., Staat/Kirche Bern
955, 27
; Argovia
2, 211
; 348
; Martin/Lienhart
1, 410
; Schweiz. Id.
12, 297
.