gewonig,
gewoniglich,
Adj.
1.
›dem Herkommen, der Sitte entsprechend; rechtsüblich‹; vgl. gewon
I, 1.Bedeutungsverwandte:
vgl. gebräuchig
Wortbildungen:
gewonigkeit
Belegblock:
Loersch, Weist. Boppard
240, 38
(mosfrk.
, 1596
): wen auch jemans solches Echter guit, [...] verkaufen wolt, so seygelen sey daruber nit und entphangen kein gewonnige urkund darvon.
Froning, Alsf. Passionssp.
3686
(ohess.
, 1501ff.
): hie werte uns des keyßers synen zinß zu geben, | als es ist doch gewoniglich !
Burkhardt, UB Arnstadt
396, 7
(thür.
, 1487
): wilch messze ewigklichen gesungen adder geleszen sal werden nach der pharkirchen gewonichkeit und beqwemlickeit.
Sachs
20, 368, 13
(Nürnb.
1563
): Die [frawen] kamen bey der nacht zusammen, | Und gwönglich in der statt einnamen | Etliche häuser weit und groß.
Spechtler, Mönch v. Salzb.
31, 16
(oobd.
, 3. Dr. 14. Jh.
): himmel, liecht, mer, erdereich | loben got gar gewönikleich
[Vorlage:
rite].
Schmitt, Ordo rerum
489, 34
; Dietz, Wb. Luther
2, 121
.2.
›einem allgemeinen Gesetz entsprechend‹.Bedeutungsverwandte:
vgl. gewon
Belegblock:
Sachs
20, 304, 5
(Nürnb.
1563
): Da wurd sie irem stieffson feind, | Wie gwönglich all stieffmütter seind.
Ebd.
20, 381, 8
: Da
[bei
hochmut]
werden gwönglich die regenten | Mit sampt auch iren regimenten | Blötzlich [...] verkehrt.3.
s. gewon
I, 3.