gewonen
II
V.
›wo wohnen; sich wo aufhalten, wo leben‹; auch ütr.
Bedeutungsverwandte:
vgl. behausen
beherbergen
gebleiben
gesitzen
leben
wonen
Belegblock:
Helm, H. v. Hesler. Apok.
7371
(nrddt.
, 14. Jh.
): daz ich nimmer dar gewone | Dort do man mich tribet vone.
v. Tscharner, Md. Marco Polo
75, 13
(osächs.
, 2. H. 14. Jh.
): das volk das do gewonit, sint wys und schone.
Pyritz, Minneburg
3741
(nobd.
, Hs. um 1400
): Weder Brufen falsch noch Claffen, | Die groben ungeschaffen, | Mugen gewonen nymmer | Gentzlich in dem gezymmer.
Vetter, Pred. Taulers
127, 8
(els.
, E. 14. Jh.
): die creature besitzet die stat Gottes in ime [mensche], also das Got nútz do gewonen noch gewúrken enmag.
Williams u. a., Els. Leg. Aurea
68, 5
(els.
, 1362
): Do sant Iohans zuͦ Ephesum also lange gewonete vnd das volg bekerte.
Brévart, K. v. Megenberg. Sphaera
41, 13
(noobd.
, 1347
/50
): daz der tag pogen als lank sint als der neht pogen den leuten, die under dem ebennehter sein, ob ieman da gewonen mag.
Mell u. a., Steir. Taid.
48, 40
(m/soobd.
, n. 1590
, Hs. 1. H. 17. Jh.
): wer im purkfrid gewant der het auch im wacht, steuer und andern mitleidig sein miessen.
Quint, Eckharts Pred.
1, 178, 11
; Brévart, a. a. O.
51, 9
; Türk, Wortsch. Dietr. v. Gotha.
1926, 41
.