gesellenstechen,
das
.›Turnier (ursprünglich:) von Rittern, (auch:) von nicht ritterlichen Personen adligen Standes, von Bürgern und anderen Schichten der Gesellschaft‹; mit Öffnung zu ›Gelage‹;
vgl.
geselle
7.Bedeutungsverwandte:
hof
2
turnieren
gereite
das
) 2, gerenne
gesellenrennen
gesellenschiessen
stechen
stechspiel
Syntagmen:
ein g. haben / versprechen
, [wohin] legen
; ein g. sein
›stattfinden‹; in dem g. alda
›anwesend‹ sein, jm. in einem g. die posse tun, jn. zu einem g. fordern
.Belegblock:
Schaer, Pyr.-Thisbe-Sp. III,
1064
(osächs.
, 1607
): Weÿl(l) Er [Pyramus] mir hat den Possen gethan | Nechst in dem Gesellen stechen.
Sachs
8, 748, 10
(Nürnb.
1558
): Es sind hieg burgers-sön | Die haben thun versprechen | Zusam ein gsellenstechen.
Barack, Zim. Chron.
1, 453, 38
(schwäb.
, M. 16. Jh.
): das er [...] mit andern graven und herren, auch denen vom adel vil daselbst gerennt und gestochen, zu zeiten auch in denen gesellenstechen alda gewesen ist.
Schottenloher, Flugschrr.
60, 11
(1523
): Ich war auch nün in einer zech bej vil Pfaffen, dj hetn ein geseln stechen ob einem todtn paurn gehabt.
Sachs
8, 99, 6
; Barack, a. a. O.
3, 454, 18
; Chron. Augsb.
3, 122, 8
; 5, 114, 12
; Schweiz. Id.
10, 1243
; Schwäb. Wb.
3, 521
.