geseige,
das
;–/-Ø
;zu
mhd.
seigen
›
(sîgen
machen, senken‹Lexer
).2, 855
1.
›Eichmaß als rechtlich festgelegte Einheit zur Messung von Getreide, Wein u. ä. sowie von Längen‹; dazu metonymisch: ›Recht auf Eichung‹; ›Eichzeichen‹; ›konkretes Eichmaß‹.Wmd.; Rechts- und Wirtschaftstexte.
Bedeutungsverwandte:
vgl. ame
3
anker
baril
baselsechsling
bauch
bergeimer
bergfiertel
bütrich
gaufuder
1
gelte
4
ham
imi
irn
2
kandel
landfas
pacht
panze
pinte
pfunder
stauf
Belegblock:
Lamprecht, Dt. Wirtschaftsl.
2, 269,
Anm. 2 (mosfrk.
, 1450
): faß pfont ellenmaiße und alle gesei.
Grimm, Weisth.
5, 498, 31
(els.
, 1528
): Es hat auch u. gn. h. in dieser herschaft alle geseig und somung, also ob sich begeb, das geseig an sester, kennen, elen, amengewicht [...] abgingen, sollen die gemein von Dalhunden [...] holen in irem costen [...], und sollichs geseig [...] in die pfarkirch legen.
Ebd.
5, 686, 30
(rhfrk.
, 1534
): fragt der schultisz, ob einicher sein geseig nit da hett, was der verbrochen wer?
Ebd.
698, 27
(1464
): den winschanke, da sol einer gan zu dem meiger, zu suchen geseige des winschanks.
Rwb
4, 489
; Pfälz. Wb.
3, 261
.2.
›Visier einer Schußwaffe‹.Belegblock:
Lemmer, Brant. Narrensch.
75, 48
(Basel
1494
): mã seygt nit reht dar noch [zyl] | Der haltt zuͦ nyder / der zuͦ hoch | Der loßt sich bringen vß dem geseyg.