geschwei,
die
der
-en/-en
;v. Bahder, Wortwahl [...].
.1925, 146
1.
›Schwägerin‹, und zwar ›Frau des Bruders‹ (dichter belegt) und ›Schwester des Ehemannes‹.Bedeutungsverwandte:
schwägerin
Wortbildungen:
geschweienman
geschweiin
Belegblock:
Voc. inc. teut.
k iiijv
(Speyer
um 1483
/4
): Geswei Glos [...] est vxor f’ris mei.
Thiele, Chron. Stolle
97, 4
(thür.
, 3. Dr. 15. Jh.
): suberlichen brachte do lantgrafe heinrich sine geswigen sonte elsebeten mit syner muther wedder keyn isenache.
Sachs
13, 440, 14
(Nürnb.
1558
): des königs bruder, spricht: | Mein Atis, weist nit die geschicht, | Das mein geschwey, die künigin, | Auß zoren in lauter unsin | Gefluchet hat dem Jupiter.
Ebd.
16, 137, 6
(1559
): hertzliebe geschwey und braut, | Die ir meim bruder seyt vertrawt!
Golius
106
(Straßb.
1679
): Fratria, des Bruͦders fraw / geschwey. Glos, des Manns Schwester / Geschwey.
Rennefahrt, Zivilr. Bern
124, 3
(halem.
, 1552
): der hoffnung, ir geschwy und bäsin wider angeregte glöübiger sich zefristen dessen wol genießen werde.
Maaler
196r
(Zürich
1561
): Gschwy / Deß eemans schwoͤster.
Turmair
1, 403, 5
(Augsb.
1517
): dos dotis ,heiratgut‘, glos glotis ,geschwei‘ (Nonius).
Ebd.
5, 424, 24
(moobd.
, 1522
/33
): der ungerisch künig Ot mitsambt seiner hausfrauen der künigin Agnes, seiner swester, auch Agnes genannt, seiner gesweien, seines brueders herzog Stephans seligen verlaßne witib.
Bindewald, Texte schles. Kanzl.
128, 2, 5
; Stahleder, Juliussp. Würzb.
180
; Kurrelmeyer, Dt. Bibel
5, 292
Var.; V. Anshelm. Berner Chron.
6, 143, 23
; Leisi, Thurg. UB
6, 614, 28
; Boner, Urk. Aarau
628, 5
; Hauber, UB Heiligkr.
2, 283, 24
; Chron. Augsb.
5, 237, 21
; Vogel, Urk. Heiliggeistsp.
1, 185, 1
; 332, 24
; Dertsch, Urk. Kaufb.
476
; 486
; Rwb
4, 465
; Pfälz. Wb.
3, 257
; Schwäb. Wb.
3, 503
; Schweiz. Id.
9, 1703
f.2.
›Ehemann der Schwester, Schwager‹.Bedeutungsverwandte:
vgl. geschwager
Belegblock:
Uhlirz, Qu. Wien
2, 1, 83, 9
(moobd.
, 1322
): [...] verkaufen [...] ainen cheller, [...] ihrem geswein hern Vetzen under den Lauben.
Uhlirz, a. a. O.
2, 1, 79, 11
; 313, 107
.3.
›Schwiegertochter‹.Zu den Bezeichnungen der Schwiegertochter in den rezenten Mundarten s.
Dwa
; dazu 6, 6
Debus, Heiratsverwandtschaft.
.1958
Bedeutungsverwandte:
2
schnur
Belegblock:
Henisch
1548
(Augsb.
1616
): Geschwey / deß Sohns Weib / Schnur / nurus.
4.
›durch Verschwägerung verwandte Frau auf gleicher Generationsstufe wie die Vergleichsperson‹ bzw. aus den Belegen nicht erschließbare weibliche Verwandte.Wortbildungen:
geschweischaft
Belegblock:
Wyss, UB Deutschord. Hessen
2, 37
(hess.
, 1360
): wir [...] bekennen, daz wir daz getan han durch bede willen der vorg
enanten
unsers swagers, swehers unde swegere unde geswien. Loose, Tuchers Haushaltb.
161, 35
(nürnb.
, 1509
): nam er par von mir ein, davon er sein geschwei entrichten wolt 4 fl. gold.
Sachs
8, 20, 23
(Nürnb.
1549
): was sol das sein, | Das du erwürgst die gschwey mein, | Die meim veter vermehelt war?
Wiessner, Wittenw. Ring
5812
(ohalem.
, 1400
/08
): Secht, das ward do ieder schreigen: | ,Jch sirt dirs weib mit sampt der gsweigen‘
[hier möglicherweise ›Schwiegermutter‹].
Gehring, Würt. Ländl. Rechtsqu.
3, 471, 27
(schwäb.
, 1570
): von sibschaft, freundschaft, daß ist ain vatter gegen seinen sohn, kündern, geschwisterigeten, geschwisterigeten kinder, rechte schwäger und geschweischaft.
Turmair
4, 191, 15
(moobd.
, 1522
/33
): Helenus mit seiner geschweien und zwaien jungen knaben, seinen vetern, Hectors weib und kindern, ward gefangen.
Schwäb. Wb.
3, 503
f.