geschok,
das
;
–/
auch
.
1.
›eine bestimmte, relativ hohe Menge von zählbaren, meßbaren Bezugsgegenständen (Sachen und Personen)‹; teils ohne erkennbare absolute Angabe, teils mit Angabe der Zahl 60; auch: ›Packen mit der jeweiligen Menge‹.
Syntagmen:
etw. in ein g. einbinden, dem messer von einem g. etw. geben
; [eine Anzahl]
g. eier / dielen / latten / sicheln / tuch / läuse / narren / teufel
.

Belegblock:

Palmer, Tondolus
286
(
Speyer
um 1483
):
ich stund allein vnd die teufel die da stunden der was ob tusant geschock.
Mon. Boica, NF.
1, 566, 9
(
nobd.
,
1. H. 15. Jh.
):
Summa aller eyer: 2½ geschock 18½ dn. 2 eyer.
Hoffmann, Würzb. Polizeisätze
198, 22
(
nobd.
,
1488
):
welchs tuch mit der elen ausgemessen wirdet, do gibt ein geschock, das ist 60 elen, 2 ₰ keuffer und verkauffer.
Lexer, Tucher. Baumeisterb.
74, 29
(
nürnb.
,
1464
/
75
):
fur ein geschock latten 3 pfunt alt.
Sachs
9, 243, 27
(
Nürnb.
1552
):
Der leuß etlich geschock außprut, | Die ihn denn tretten frü und spat.
Müller, Nördl. Stadtr.
524, 8
(
schwäb.
,
1559
):
Die maister sollen [...] nur kaufmansgute ware in die geschock einbinden, also das sauber geweist.
Hoffmann, Würzb. Polizeisätze
102, 16
;
123, 42
;
Mon. Boica, NF.
1, 562, 15
;
Dief./Wü.
615
;
Schweiz. Id.
4, 452
;
Schwäb. Wb.
3, 489
.
2.
eine Zähleinheit für Münzen.

Belegblock:

Küther, UB Frauensee
179, 12
(
thür.
,
1390
):
daz sie dazselbe phünt phenninge iseneschir were jerlicher gulde mogen widerkouffen umbe funf geschog guter cruczegroschen friberscher muncze.
Ebd.
225, 17
(
1449
):
daz wir [...] vorkouffen myt macht disses briffes [...] der gantzen samenunge czu dem Se anderhalb geschog aldir groschen an unde uff unsen tzinßluden.
Schultheiss, Achtb. Nürnb.
134, 38
(
nobd.
,
1381
):
Adam von Sawnsheim und sein helfer haben genomen Vlr(ich) von Gemünd 10 guldein und 1 geschok Meihsner grozzen.
Küther, a. a. O.
372, 27
.